Die Seide

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Seidenstoffe und Seidenarten

Willkommen auf unseren Portal – www.die-Seide.de – mit Fachinformationen und Pflegeanleitungen für Seidenstoffe, sowie Näharbeiten und Basteln mit Seide, bis zur künstlerischen Seidenmalerei.                       

Wir stellen ihnen hier eine Plattform zum Lesen und zum Austausch zur Verfügung und testen verschiedene Produkte und Stoffe. Anleitungen zur Pflege und Bearbeitung von Seide, finden Sie auf den Unterseiten unserer Homepage.

Wichtig! Ihre Fotos von Kunstwerken und Designs mit Seide, werden wir gerne veröffentlichen, sowie Ratschläge und Tipps in unseren Blog bekanntmachen. Unsere E-Mail Adresse zum Einreichen ihrer Post und Bilder, finden Sie im Impressum. 

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Die Seide, die feinste und einzige natürlich vorkommende endlose Textilfaser, wird aus den Fäden gewonnen, mit denen sich die Seidenraupen in Kokons einspinnen. Zu den Raupen gehören verschiedene Nachtschmetterlinge, allen voran der Seidenspinner.

Der überwiegende Teil der Seidenspinnerraupen wird auf Maulbeerbäumen gezüchtet, weshalb auch von der Maulbeerseide gesprochen wird. Bei ihrer Verpuppung produzieren die Raupen die Seide in speziellen Drüsen in ihrem Maul und legen sie in bis zu 300.000 Windungen um sich herum.

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Weiterführende Artikel, Tipps und Anleitungen für Seidenstoffe:

Die Seidenherstellung:

Kapitel 2:

Seide DIY Tutorial:

Seide

Bevor sie zum Schlüpfen kommen, werden sie mit Heißwasser oder Wasserdampf abgetötet und die Seidenfäden, die bis zu 1000 Meter lang sein können, in einem Stück abgewickelt. Dieses Abwickeln wird als Abhaspeln bezeichnet. Aus einem Kilogramm Seidenraupen, was einer Anzahl von etwa 3000 Kokons entspricht, werden 250g Seidenfäden gewonnen.

Um eine rein weiße Seide mit dünner, geschmeidiger und glänzender Struktur zu erhalten, wird die Seide degummiert, auch als entschält bezeichnet. Dazu wird die Seide in Seifenwasser gekocht, um sie von dem Seidenbast zu befreien und meist chemisch weiterbehandelt, beispielsweise durch das Hinzufügen von Metallsalzen oder das Bleichen mit Schwefeldampf.

Seidenmalerei & Seidenstickerei

Rohseide und Wildseide 

Unter Rohseide versteht man, wenn mehrere dieser Fäden zu einem stärkeren Faden versponnen werden. Je nach Webverfahren entsteht Seide in unterschiedlicher Qualität. So zeichnet sich die Habotai-Seide, die beispielsweise bei der Seidenmalerei zum Einsatz kommt, durch ein feines, glattes, weich fließendes Gewebe aus, während die weiche und glänzende Crepe de Chine häufig für modische Textilien verwendet wird. Eine besondere Form ist die Wildseide, zu der beispielsweise die Tussahseide gehört.

Diese Seide wird aus Kokons gewonnen, deren Schmetterlinge bereits geschlüpft sind. Durch das Schlüpfen entsteht ein Loch, das den Faden aufreißt. Beim Verweben werden die Fäden verdickt und es entstehen die typischen Stoffe mit unregelmäßiger, noppiger Oberfläche. Die Seide ist in China seit etwa 3000 v. Chr. bekannt, wurde in Europa jedoch erst viel später über die Seidenstraße eingeführt.

Heute stammt der größte Teil der Seide aus China, Japan und Indien, in Europa wird sie in größerem Ausmaß nur in der Po-Ebene Italiens gewonnen.

Seidenmalerei Anleitung:

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Rose aus Seidenband – Anleitung:

Thema: Die Seide

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Übersicht Sticktechniken für Seidenstoffe 

Seide ist ein sehr edler und kostbarer, jedoch auch recht anspruchsvoller Stoff. Insgesamt erfordern Stickereien auf Seide daher Übung, entschädigen aber dadurch, dass die ohnehin schon elegante Seide noch weiter aufgewertet wird.

Sticken – 7 Stickstiche erklärt:

Als Grundregel bei allen Stickarbeiten auf Seidenstoffen gilt, dass der Stoff in einen Stickrahmen eingespannt und das auf den Stoff übertragene Bild anschließend ausgearbeitet wird. In den meisten Fällen wird auf Seidengaze gestickt, daneben eignet sich auch der vergleichsweise feste Seidentaft.

Grundsätzlich kann mit nahezu allen Sticktechniken auf Seide gestickt werden, von besonderer Bedeutung sind jedoch der Kreuzstich als recht einfache Sticktechnik sowie die Petit-Point-Stickerei, die insbesondere auf feinen Seidenstoffen Verwendung findet.

  • Kreuzstich.

Der Kreuzstich gehört zu den eher einfachen Sticktechniken. Um ein schönes, gleichmäßiges Stickbild zu erzeugen, ist es jedoch wichtig, dass die Querstiche immer nur in eine Richtung zeigen.

Das bedeutet, der erste Stich verläuft entweder von links oben nach rechts unten und der darüber liegende Stich von links unten nach rechts oben oder entsprechend seitenverkehrt. Auf der Rückseite der Stickarbeit entstehen dabei senkrechte Linien.

 

  • Petit-Point-Stickerei.

Diese Sticktechnik ähnelt vom Prinzip her dem halben Kreuzstich. Der erste Stich wird von links unten nach rechts oben ausgeführt, der nächste Stich schließt links davon an, das heißt, es wird immer von rechts nach links gestickt. Auf der Vorderseite wird der Faden bei der Petit-Point-Stickerei über einen Gewebefaden, auf der Rückseite hingegen und im Unterscheid zum halben Kreuzstich über zwei Gewebefäden geführt.

Durch das Führen des Fadens über zwei Gewebefäden auf der Rückseite der Stickerei wirkt das Bild voller und tritt durch die dickere Vorderseite optisch hervor. Zudem können die Fäden sehr leicht vernäht werden. Wird die Petit-Point-Stickerei in Reihen gearbeitet, neigt sie jedoch dazu, streifig zu wirken, weshalb es besser ist, kleine Flächen diagonal auszufüllen. 

  • Eine besondere Sticktechnik ist die Richelieu-Stickerei.

Hierbei werden verschiedene Figuren mit der Knopflochstickerei umrandet und mit Fäden verbunden. Allerdings ist diese Sticktechnik auf der doch recht teuren Seide nur für geübte Stickerinnen geeignet.

Anleitung Seidenschal binden und knoten

10 Fakten zur Seide 

Seide gehört zu den ältesten Textilfasern, ist jedoch bis heute aus modischer Sicht hochaktuell geblieben.

Dies liegt zweifelsohne daran, dass die Seide nicht nur durch ihr elegantes, edles Aussehen überzeugt, sondern vor allem auch durch ihre besonderen Eigenschaften, die einen Tragekomfort gewährleisten, den keine andere Faser in dieser Form ersetzen kann.

Seide als Alternative zu Plastik?:

Heute wird Seide in unterschiedlichen Qualitäten hergestellt und in verschiedenen Bereichen verwendet, unverändert ist jedoch ihre aufwändige Gewinnung und Produktion aus den Kokons der Seidenspinnerraupen. Diese kleinen, empfindlichen Raupen wollen nicht nur besonders gehegt und gepflegt werden, sondern sind zudem im Hinblick auf die Wahl ihrer Nahrung sehr wählerisch, fressen dafür dann aber in großen Mengen.

Hier nun zehn Fakten zur Seide, die ein bisschen verdeutlichen, weshalb die Seide so kostbar und edel ist:

  1.  

Um ein Kilogramm Rohseide zu gewinnen, werden bis zu zehn Kilogramm Kokons benötigt.

  1.  

Um drei Kilogramm Seide herstellen zu können, sind mehr als 25 Maulbeerbäume vonnöten.

  1.  

Für die Herstellung eines einzigen Kleides aus Seide bedarf es nahezu 70 Kilogramm Maulbeerblätter.

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Der Faden eines Kokons kann über 4000 Meter lang sein, wobei er durchschnittlich eine Breite von gerade einmal 20 Mikrometern hat.

  1.  

Eine Seidenspinnerraupe kann während ihrer Verpuppung bis zu 15 Meter Seide in einer Minute spinnen.

  1.  

Eine Seidenspinnerraupe vervielfacht ihr Gewicht innerhalb von vier Wochen nach der Geburt um das 12.000fache.

  1.  

Eine Seidenraupe wird während dieser vier Wochen 25 Mal so groß.

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Im Laufe ihres Lebens frisst eine Seidenspinnerraupe eine Menge von Maulbeerblättern, die dem 40.000fachen ihres Körpergewichtes entspricht.

  1.  

und etwa ein halbes Kilogramm Seidenspinnerraupen fressen im Verlauf ihres Lebens nahezu 12.000 Kilogramm Maulbeerblätter.

  1.  

Ein Seil, das aus Metall hergestellt wurde, kann weniger Gewicht tragen als ein Seil, das in gleicher Stärke aus Seide gearbeitet ist.

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Redakteure

Inhaber bei Artdefects Media Verlag
Hier schreiben Michael Husmann, 47 Jahre, Geschäftsinhaber einer B2B Stoffhandel Firma, die Künstlerin Elke Bornholt, 39 Jahre, mit einem Faible für Seidenmalerei und Bastelarbeiten, Karina Notzko, 32 Jahre und Schneidermeisterin, sowie Christian Gülcan, Betreiber der Webseite und Redakteur. Wir möchten alles Wissenswerte rund um Seide bzw. Seidenstoffe vermitteln.
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2 Gedanken zu „Die Seide“

  1. Hallo,
    der Artikel über das Marmorieren von Seide ist super.
    Jetzt brauche ich aber noch dringend die Info WELCHE Seide genau verwendet werden sollte. Mir wurde gesagt, dass z.B. Ponge5 zu dünn sei.
    Welche Eigenschaften sollte die Seide haben? Was muss ich genau beachten. Da ich dieses Marmorieren mit Kindern machen möchte im Sommerferienprogramm, muss ich versuchen kostengünstig diese Seide einzukaufen. Haben Sie diesbezüglich Tipps für mich?
    Ganz herzlichen Dank für eine rasche Rückmeldung.
    Liebe Grüße
    Silke Ritter

  2. Vielen Dank für die vielen und brauchbaren Informationen, besonders toll fande ich die Videos zu den Bastelarbeiten mit Seide. Grüße Margrit

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