Schalen aus Seidenresten basteln – so geht’s

Schalen aus Seidenresten basteln – so geht’s

Manchmal bleiben von Nähprojekten kleinere Seidenreste übrig oder eine Seidenmalerei gelingt nicht so, wie gedacht. Mitunter gibt es aber auch seidene Tücher, Schals und andere Textilien, die ausgedient haben oder nicht mehr gefallen.

Schalen aus Seidenresten basteln - so geht's

Solche Seidenstoffe werden zwar nicht mehr genutzt, sind zum Wegwerfen aber auch viel zu schade. Auf der anderen Seite finden sich im Haushalt allerlei Gefäße und Gegenstände, die nicht mehr ganz intakt sind oder nur herumstehen.

Im Sinne von Upcycling stellen wir eine Idee vor, wie Seidenreste und alte Gefäße in neuem Glanz erstrahlen. Wir basteln daraus nämlich dekorative Schalen. Für Lebensmittel sind diese Schalen zwar nicht geeignet.

Aber sie machen sich prima als beispielsweise Schmuckschalen, Aufbewahrungsmöglichkeit für den Schlüsselbund im Flur oder Schälchen für Büroklammern und anderen Kleinkram auf dem Schreibtisch. Toll sieht es auch aus, wenn mehrere Schalen in unterschiedlichen Größen arrangiert werden.

Die Materialien für die Schalen aus Seidenresten

  • Seidenstoff

  • Bastelleim auf Wasserbasis

  • Pinsel

  • verschiedene Gefäße und Gegenstände wie alte Schüsseln, ausgemusterte Schalen, ausgediente Teller oder kaputte Bälle

  • Schere

  • Zeitung oder Folie zum Schutz der Arbeitsfläche

  • Acrylfarbe nach Wunsch

Schalen aus Seidenresten basteln – so geht’s

Damit die Seide gut hält und sich stabile Schalen ergeben, wird mit reichlich Bastelleim gearbeitet. Da der Bastelleim auf Basis von Wasser hergestellt ist, lässt er sich mit Wasser auch wieder abwischen.

Ein Hautkontakt ist unbedenklich, so dass die Schalen prima mit Kindern gebastelt werden können. Damit nach dem Basteln keine aufwändige und langwierige Putzaktion notwendig wird, ist es aber trotzdem ratsam, den Arbeitsbereich gut mit Zeitung oder Folie abzudecken.

Dann kann es losgehen!

  1. Schritt: die Seide in Streifen reißen

Zunächst wird der Seidenstoff in Streifen zerteilt. Dafür kann der Stoff etwas eingeschnitten und anschließend zerrissen werden. Denn die Seidenstreifen müssen nicht akkurat sein. Und es macht auch nichts, wenn die Seide an den Rändern ausfranst.

Ganz im Gegenteil bekommen die Schalen dadurch später eine interessante, lebendige Optik und gleichzeitig eine spannende Haptik. Wer es lieber ordentlich mag, kann die Seide aber selbstverständlich auch mit der Schere zuschneiden.

Je nachdem, wie dünn die Seide ist, welche Größe die Gefäße haben und wie viele Schalen gebastelt werden sollen, wird so eine ordentliche Portion an Seidenstreifen vorbereitet.

  1. Schritt: die Seidenstreifen verkleben

Als Basis für die Seidenschale können verschiedenste Gefäße und Gegenstände zum Einsatz kommen. Schüsseln aus Glas, Keramik oder Holz, die etwas beschädigt oder verkratzt sind, Teller und Schalen, die nicht mehr gefallen, flache Pflanzgefäße oder Acrylhalbkugeln, die von früheren Bastelprojekten übrig sind, eignen sich zum Beispiel prima.

Genauso ist möglich, alte Spielbälle zu halbieren. Sollten sie sehr weich sein, können sie beim Bearbeiten in eine Schüssel gedrückt werden, damit die Seidenschale eine schöne Form bekommt.

Für eine Seidenschale wird das Gefäß mit reichlich Bastelleim eingepinselt. Dann wird ein Seidenstreifen genommen, ebenfalls mit Bastelleim benetzt und glatt aufgelegt.

Mit dem Pinsel kann der Seidenstreifen anschließend angedrückt und gleichzeitig glatt ausgestrichen werden. Danach wird der nächste Seidenstreifen genommen, ebenfalls mit Bastelleim benetzt und im Gefäß befestigt.

Ob die Seidenstreifen zuerst auf der Innen- oder der Außenseite des Gefäßes aufgeklebt werden, spielt keine Rolle. Wird auf der Innenseite begonnen, wird das Gefäß hier mit so vielen Seidenstreifen beschichtet, dass vom Gefäß nichts mehr zu sehen ist.

Dabei sollten die Seidenstreifen auch immer leicht überlappend aufgelegt werden. Dadurch ergibt sich eine leicht strukturierte Oberfläche. Ist die Innenseite komplett beklebt, sollte der Leim etwas trocknen. Danach wird die Außenseite auf die gleiche Art und Weise mit den Seidenstreifen beschichtet.

Der Pinsel kann zwischendurch immer mal wieder in Wasser getaucht werden. Dadurch wird die Sache nicht zu klebrig. Möglich ist auch, den Bastelleim mit wenig Wasser zu verdünnen. So lässt er sich mitunter einfacher verteilen.

An den Rändern gibt es zwei Möglichkeiten. Wer einen geraden, ordentlichen Rand haben möchte, legt die Enden der Seidenstreifen auf die andere Seite und streicht sie dort fest.

Die andere Möglichkeit ist, die Enden stehen zu lassen, so dass sie leicht über das Gefäß hinausragen. So entsteht ein gezackter Rand, der ungleichmäßig ausläuft.

Ist ein Gefäß rundherum mit den Seidenstreifen beklebt, muss der Bastelleim komplett durchtrocknen. Das kann ein paar Tage dauern.

  1. Schritt: die Seidenschalen farbig dekorieren

Wurde eine farbige, gemusterte oder schon bemalte Seide verarbeitet, können die Schalen so bleiben, wie sie sind. Ansonsten können mit Acrylfarbe schöne Farbakzente gesetzt werden.

Dafür wird mit dem Pinsel wenig Acrylfarbe aufgenommen und leicht über die Seide gewischt. Auf diese Weise wird die Oberflächenstruktur der Schale betont. Gleichzeitig entstehen nur sanfte Farbspuren und die Seide bleibt sichtbar.

Wer mag, kann eine oder beide Seiten der Schale aber natürlich auch deckend bemalen.

Wenn die Farbe trocken ist, sind die Schalen fertig und können arrangiert werden!

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Inhaber bei Artdefects Media Verlag
Hier schreiben Michael Husmann, 47 Jahre, Geschäftsinhaber einer B2B Stoffhandel Firma, die Künstlerin Elke Bornholt, 39 Jahre, mit einem Faible für Seidenmalerei und Bastelarbeiten, Karina Notzko, 32 Jahre und Schneidermeisterin, sowie Christian Gülcan, Betreiber der Webseite und Redakteur. Wir möchten alles Wissenswerte rund um Seide bzw. Seidenstoffe vermitteln.
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