Einen Heißluftballon aus Seide basteln – so geht’s

Einen Heißluftballon aus Seide basteln – so geht’s

Es ist immer wieder ein schönes und faszinierendes Bild, wenn am Himmel bunte Heißluftballons auftauchen und sanft durch die Lüfte zu schweben scheinen. Wer sich diese hübsche Deko in die eigenen vier Wände holen möchte, kann sich einen kleinen Heißluftballon basteln.

Und ein Material, das sich dafür prima eignet, ist Seide. Schließlich ist Seide luftig-leicht und fällt weich fließend. Damit passt der edle Stoff prima zu einem Heißluftballon.

Für den Heißluftballon werden nur kleine Stücke Seide benötigt. Dadurch ist das Bastelprojekt gleichzeitig eine tolle Möglichkeit, um Reststücke oder weniger gelungene Seidenmalereien zu verarbeiten. Und weil die Herstellung sehr einfach ist, können auch kleine Kinder schon mitbasteln.

 

Einen Heißluftballon aus Seide basteln – die Materialien

  • Seide oder Seidenpapier
  • Luftballon
  • Tapetenkleister
  • Pinsel
  • kleines Weidenkörbchen
  • Zahnseide
  • Nadel
  • Schere
  • Klarlack nach Wunsch

Einen Heißluftballon aus Seide basteln – so geht’s

  1. Schritt: die Materialien vorbereiten

Als erstes wird der Tapetenkleister angerührt. In welchem Verhältnis das Kleisterpulver und Wasser miteinander vermischt werden müssen, ist auf der Verpackung angegeben. Meist beträgt das Verhältnis aber 1:4. Auf einen Teil Kleisterpulver kommen also vier Teile Wasser. Sind die beiden Komponenten gut und ohne Klümpchen miteinander verrührt, muss der Kleister ein paar Minuten lang quellen.

In der Zwischenzeit kann schon die Seide vorbereitet werden. Sie wird in Stücke geschnitten oder gerissen. Wer keinen Seidenstoff verarbeiten möchte, kann den Heißluftballon auch aus Seidenpapier anfertigen. Genauso ist möglich, Seide und Seidenpapier miteinander zu kombinieren.

Dann wird noch der Luftballon aufgeblasen. Seine Form dient als Vorlage für den Heißluftballon. Deshalb wird der Luftballon so groß aufgeblasen, wie der Heißluftballon werden soll.

 

  1. Schritt: den Ballon anfertigen

Stehen alle Materialien bereit, kann der Heißluftballon geformt werden. Dafür wird mit dem Pinsel eine dünne Schicht Tapetenkleister auf den Luftballon aufgetragen. Dann wird ein Stück Seide oder Seidenpapier auf den Luftballon gelegt und mit dem Pinsel, der wieder in Kleister getaucht wurde, fest gestrichen. Anschließend wird das nächste Stück Seide oder Seidenpapier auf dem Luftballon angekleistert. Dabei sollten sich die beiden Seidenstücke leicht überlappen.

Tipp: Basteln kleine Kinder mit, die mit dem Pinsel noch nicht so gut zurechtkommen, geht es auch anders. Die Kids können die Seidenstücke nämlich in den Tapetenkleister eintauchen, auf den Luftballon legen und mit den Fingern glattstreichen. Allerdings sollten die Kinder dabei Handschuhe tragen.

Auf diese Weise wird weitergearbeitet, bis der Luftballon komplett beklebt ist. Nur ganz unten, dort wo der Luftballon verknotet ist, bleibt er frei. Eine Lage Seide oder Seidenpapier würde für einen stabilen Heißluftballon aber nicht ausreichen. Deshalb werden zwei oder drei weitere Schichten aufgeklebt. Insgesamt wird der Luftballon also mit drei bis vier Lagen Seide oder Seidenpapier übereinander beklebt.

Tipp: Wer weiße und farbige oder bunt bemalte Seide verwendet, kann die verschiedenen Seiden in Längs- oder Querstreifen auf dem Luftballon anordnen. So entsteht ganz automatisch die für einen Heißluftballon typische Optik.

Ist die Seide aufgeklebt, muss der Tapetenkleister trocknen. Das dauert einige Zeit. Am besten ist daher, den Luftballon für zwei Tage beiseite zu stellen.

 

  1. Schritt: den Ballon fertig stellen

Wenn der Tapetenkleister trocken und der Heißluftballon hart und fest ist, wird mit einer Nadel in den Luftballon gestochen. Dadurch entweicht die Luft und der Ballon kann herausgezogen werden. Anschließend kann die Öffnung an der Unterseite des Heißluftballons mit der Schere sauber zugeschnitten und bei Bedarf auch noch etwas vergrößert werden.

Damit der Heißluftballon später “fliegen” kann, braucht er einen Aufhänger. Dieser wird nun angefertigt. Dafür wird mit der Nadel vorsichtig ein kleines Loch oben mittig in den Ballon gestochen. Anschließend wird ein Stück Zahnseide abgeschnitten und zur Hälfte zusammengelegt. Dann wird die Zahnseide mit den beiden Enden nach unten durch das Loch gefädelt.

Nun können die Enden verknotet und mit einem weiteren Knoten gesichert werden. Wenn die Seide auf der Außenseite nach oben gezogen wird, verhindert der Knoten, dass die Zahnseide aus dem Ballon herausrutscht. Gleichzeitig ist durch die Schlaufe ein stabiler Aufhänger vorhanden.

 

  1. Schritt: das Körbchen am Ballon befestigen

Nun braucht der Heißluftballon noch seinen Korb. Um den Korb befestigen zu können, werden mit der Nadel an der Öffnung unten vier kleine Löcher eingestochen. Dabei sollten die Löcher mit etwas Abstand zum Rand eingearbeitet werden. So ist sichergestellt, dass der Ballon nicht einreißt. Wichtig ist außerdem, dass die Löcher möglichst gleichmäßig verteilt sind. Sonst hängt der Korb später möglicherweise schief.

Dann wird ein Stück Zahnseide auf die Nadel aufgefädelt und durch ein Loch im Ballon geführt. Anschließend ist der Korb an der Reihe. Besonders schön sieht es aus, wenn ein kleines Weidenkörbchen verwendet wird. Denn das kommt der Optik von einem echten Heißluftballon ziemlich nahe. Beim Korb wird die Nadel unterhalb des geflochtenen Randes eingestochen und durch das Geflecht geschoben. Dann kann die Nadel entfernt und die Zahnseide verknotet werden. Auf diese Weise wird der Korb auch an den drei anderen Stellen befestigt.

Tipp: Anstelle eines Weidenkörbchens kann auch ein Anzuchtbecher verwendet werden. Ein Anzuchtbecher ist ein kleiner Blumentopf aus Pappe, der eigentlich für Setzlinge gedacht ist. Durch die raue Oberfläche macht sich der Becher aber auch als Korb für den Heißluftballon prima. Um den Becher zu befestigen, können einfach mit der Nadel vier kleine Löcher eingestochen werden, durch die dann die Zahnseide gefädelt wird.

Zum Schluss kann auf den Heißluftballon noch eine Schicht Klarlack aufgetragen werden. Dadurch ist der Ballon zum einen versiegelt und kann bei Bedarf feucht abgewischt werden. Zum anderen erhält die Oberfläche einen leichten Glanz. Das unterstützt die Optik der Seide zusätzlich. Wenn der Klarlack trocken ist, ist der Heißluftballon fertig und kann aufgehängt werden!

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