Pflegetipps für den Seidenteppich

Pflegetipps für den Seidenteppich 

Seidenteppiche sehen nicht nur toll und edel aus. Sondern sie sind auch kostbar, im wahrsten Sinne des Wortes. Doch was die Pflege angeht, sind sie unkomplizierter als oft vermutet.

Seidenteppiche sind wunderschön anzusehen. Aber sie sind auch sehr teuer. Zudem gilt Seide als recht anspruchsvolles und empfindliches Material. Deshalb sind viele zögerlich, wenn es um Seidenteppiche geht. Allerdings dient ein Teppich nicht nur dekorativen Zwecken, sondern soll in erster Linie eine praktische Funktion haben.

Er ist dafür gemacht, auf dem Boden zu liegen und betreten zu werden. Das ist auch bei einem Seidenteppich nicht anders. Zumal gerade ein Seidenteppich durch das Material und die Machart strapazierfähiger und verschleißfester ist als manch andere Teppichart.

Ein paar Dinge gilt es aber auch beim Seidenteppich zu beachten:

 

Pflegetipps für den Seidenteppich

Selbst ein handgeknüpfter Teppich aus reiner Seide ist in Sache Pflege längst nicht so anspruchsvoll wie oft befürchtet. Gerade das Zusammenspiel aus Seidenfäden und unzähligen festen Knoten sorgt nämlich dafür, dass ein Seidenteppich strapazierfähig und langlebig ist. Zudem kann ein gewisser Verschleiß, der sich im Laufe der Zeit zwangsläufig einstellt, den Teppich noch schöner und lebendiger wirken lassen. Damit die Freude an dem edlen und kostbaren Bodenbelag lange währt, sollten aber trotzdem ein paar Pflegetipps beachtet werden.

 

1. Tipp: Den Teppich regelmäßig absaugen.

Um Sand, Staub und andere Schmutzpartikel zu entfernen, sollte der Seidenteppich regelmäßig abgesaugt werden. Mehr als einmal pro Woche ist das aber nicht notwendig. Wichtig beim Saugen ist, dass immer nur in eine Richtung gesaugt wird, und zwar mit dem Flor, nie gegen den Strich. Um die Florrichtung herzufinden, kann einfach mit der Hand über den Teppich gestrichen werden. Fühlt sich der Teppich weich an und legt er sich gleichmäßig runter, ist das die Florrichtung. Stellt sich der Flor hingegen auf und wird er rau, ist das gegen die Florrichtung.

Beim Saugen wird der Sauger also an einer Kante angesetzt und in Florrichtung bis zur gegenüberliegenden Kante geführt. Dann wird der Sauger hochgenommen, zur Anfangskante zurückgebracht und die nächste Bahn gesaugt. Etwas Vorsicht ist aber an den Kanten geboten. Denn die Fransen sollten nicht in den Teppich geraten. Sie lassen sich zwar wieder herausziehen, mit der Zeit könnten sich aber die Kettfäden lösen.

Den Seidenteppich über eine Stange zu hängen und auszuklopfen, ist keine gute Idee. Dadurch könnten die Knoten Schaden nehmen. Wenn der Teppich regelmäßig abgesaugt wird, ist ein Ausklopfen aber ohnehin überflüssig.

 

2. Tipp: Eine Anti-Rutsch-Unterlage verwenden.

Oft liegt ein edler Seidenteppich als besonderes Highlight auf einem nicht weniger edlen Marmor- oder Parkettboden oder kalten, glatten Fliesen. In diesen Fällen ist es ratsam, eine Anti-Rutsch-Unterlage unter den Seidenteppich zu legen. Die Unterlage verhindert, dass sich der Teppich verschiebt oder sich im Laufe der Zeit die Ecken aufstellen. Außerdem hemmt die Unterlage den Tritt. Dadurch wird der Seidenteppich weniger beansprucht und der Gehkomfort wird oft noch verbessert. Geeignete Unterlagen gibt es im Teppichfachhandel und im Möbelhaus.

 

3. Tipp: Den Seidenteppich gelegentlich drehen.

Ratsam ist, den Seidenteppich etwa alle sechs Monate zu drehen, je nach Form und Raum um 90 oder 180 Grad. Denn wenn das Sonnenlicht stets auf die gleichen Stellen fällt, können diese Stellen mit der Zeit ausbleichen. Zudem könnte die Seide hier etwas brüchiger werden.

 

4. Tipp: Druckstellen entfernen.

Wenn Möbel auf dem Teppich stehen, bleiben oft unschöne Druckstellen zurück. Diese lassen sich jedoch recht einfach entfernen. Dazu wird ein weiches Tuch in sehr kaltem Wasser angefeuchtet und mehrere Male in Florrichtung über die betroffene Stelle gerieben. Durch die feuchte Kälte stellt sich der Flor wieder auf. Eine andere Möglichkeit ist, die Druckstelle mit einem feuchten, kalten Tuch abzudecken und vorsichtig mit dem Bügeleisen darüber zu streichen. Dabei wird auch hier das Bügeleisen in Florrichtung über den Teppich geführt.

 

Reinigungstipps für den Seidenteppich

Auch ein edler Seidenteppich ist vor Flecken nicht gefeit. Ist das Malheur passiert, hat sich folgende Vorgehensweise bewährt:

·         Grundsätzlich sollte der Fleck so schnell wie möglich entfernt werden. Andernfalls könnte er sich im Teppich festsetzen und dann kaum noch zu beseitigen sein.

·         Feste Bestandteile werden am besten mit einem Löffel aufgenommen. Flüssigkeiten werden mit einem sauberen, trockenen Tuch oder Küchenrolle aufgesagt. Wichtig dabei ist aber, immer nur zu tupfen, auf keinen Fall hin und her zu reiben. Denn durch das Reiben wird die Flüssigkeit nur noch tiefer in das Gewebe gedrückt.

·         Um die Stelle zu säubern, wird sie mit einem weichen Tuch behandelt. Das Tuch wird dafür mit kaltem Wasser befeuchtet. Hilfreich kann es außerdem sein, etwas Essig in das Wasser zu geben. Auch hier ist aber wieder wichtig, nur behutsam zu tupfen und nicht wild zu reiben. Zudem sollte das Tuch regelmäßig ausgewaschen werden.

·         Ist der Fleck entfernt, kann die Stelle bei Kaltluft mit dem Haarföhn getrocknet werden. Mit einem Tuch als Zwischenschicht kann auch das Bügeleisen als Trockner eingesetzt werden.

·         Zum Schluss kann mit einer Kleiderbürste oder dem Staubsauger in Florrichtung über die Stelle gestrichen werden, um den Flor wieder aufzurichten.

Im Fachhandel gibt es auch spezielle Fleckentferner für Teppiche. Sie werden auf den Fleck aufgetragen und nach einer gewissen Einwirkzeit abgetupft oder aufgesaugt. Die genaue Anleitung steht auf der Verpackung. Wichtig ist aber, einen Fleckentferner zu verwenden, der für Seidenteppiche geeignet ist.

Ist der Seidenteppich viele Jahre in Gebrauch, wird irgendwann eine professionelle Reinigung notwendig sein. Hierfür ist der Teppichhändler der richtige Ansprechpartner. 

 

Aufbewahrungstipps für den Seidenteppich

Vielleicht wird es Zeit für eine Renovierung oder eine neue Einrichtung. Soll der Seidenteppich für einen längeren Zeitraum verstaut werden, ist die richtige Lagerung wichtig, damit er keinen Schaden nimmt. Dafür wird der Teppich zunächst abgesaugt. Ist er sauber und trocken, wird er mit dem Flor nach innen zusammengerollt.

Ideal ist, sich im Möbelhaus oder beim Teppichhändler eine große Papprolle zu besorgen, um die der Seidenteppich gewickelt werden kann. Auf diese Weise werden Knicke sicher verhindert. In die Teppichrolle sollten ein paar Mottenkugeln gelegt werden. Sie halten Insekten fern.

Die Teppichrolle selbst wird mit einer Schnur zusammengehalten. Die Schnur sollte aber nur locker festgebunden werden, damit es keine Druckstellen gibt. Anschließend wird die Teppichrolle in einen Plastiksack gesteckt und mit Klebeband verschlossen. Gelagert wird der so verpackte Seidenteppich dann im Liegen. Dadurch kann er sich nicht verziehen.

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