Unbekannte Schönheit an der Seidenstraße: Usbekistan stellt sich vor

Unbekannte Schönheit an der Seidenstraße: Usbekistan stellt sich vor

Nur wenige dürften schon einmal darüber nachgedacht haben, ihren Urlaub in Usbekistan zu verbringen. Vermutlich könnten viele noch nicht mal genau einordnen, wo sich das Land überhaupt befindet. Usbekistan ist ein echter Exot. Dabei ist das unbekannte Land an der alten Seidenstraße eine wahre Schönheit mit einem einzigartigen Flair. Eine eindrucksvolle Natur mit imposanten Bergseen, weitläufigen Wüsten und herrlichen Oasen, wunderschöne Städte, eine reiche Kultur und überaus gastfreundliche Menschen machen Usbekistan zu einem ganz besonderen Ziel.

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Unbekannte Schönheit an der Seidenstraße Usbekistan stellt sich vor

Die Anreise nach Usbekistan

Um in die Region zu reisen, gibt es mehrere Möglichkeiten. So kann der Weg über Istanbul führen, denn die türkische Metropole ist ein großes Drehkreuz für Flüge nach Zentralasien. Von Istanbul aus kann es dann nach Osch in Kirgistan und schließlich über Land nach Usbekistan weitergehen.

Auf diese Weise kann der Reisende schon unterwegs spannende Eindrücke sammeln. Eine andere Möglichkeit ist, direkt nach Taschkent zu fliegen. Die Hauptstadt Usbekistans wird von mehreren internationalen Fluglinien angeflogen.

Die Kontrollen bei der Ein- und Ausreise sind vergleichsweise streng. Außerdem müssen sich alle ausländischen Gäste registrieren, wenn sie sich länger als 72 Stunden im Land aufhalten. Checkt der Reisende in einem lizenzierten Hotel ein, erfolgt die Registrierung aber automatisch. An der Rezeption bekommt der Reisende dann eine Bescheinigung, die er am besten zusammen mit seinem Reisepass aufbewahrt.

Die beste Reisezeit für Usbekistan sind der Frühling und der Herbst. Im Sommer kann es nämlich sehr heiß werden, was das Reisen ziemlich beschwerlich und anstrengend machen kann.

Samarkand und Buchara

Usbekistan beeindruckt mit einer kulturellen Vielfalt, die von den verschiedensten Einflüssen geprägt ist. Die Traditionen der Nomaden und der sesshaften Bauern mischen sich mit griechischen und sowjetischen Spuren. Dazu kommen islamische Einflüsse aus der Zeit der arabischen Eroberungen und bedingt durch die Lage an der Seidenstraße auch Einflüsse aus dem Buddhismus.

Die Kontraste könnten kaum größer sein. In den Städten stehen Gebäude, die ganz klar eine sowjetische Handschrift haben, neben prächtig verzierten Bauwerken im arabischen Stil. Dazwischen gibt es immer wieder Häuser, die genau so auch überall in Europa stehen könnten.

Das usbekische Samarkand gehört zu den ältesten Städten der Welt und hält eine Fülle an Sehenswürdigkeiten bereit. Die Stadt ist eine echte orientalisch-arabische Schönheit. Überall verteilen sich herrliche Gebäude, die mit feinsten Mosaiken verziert sind. Blau und Sandtöne sind die prägenden Farben.

Bei einer Stadtrundfahrt kann sich der Reisende bequem zurücklehnen und die Bilder genießen. Besonders schön sind zum Beispiel das Gur Emir Mausoleum, das in einem kräftigen Blau erstrahlt, und die mit blauen Fliesen verzierte Kuppel der Bibi Khanum Moschee.

Nicht weniger eindrucksvoll sind der Registan Platz, die berühmte Nekropole Schahi-Sinda oder die Ulugh Beg Madrasa, eine Hochschule mit Sternwarte aus dem 15. Jahrhundert.

Ein echtes Erlebnis, das sich der Reisende nicht entgehen lassen sollte, ist ein Besuch des Central Bazaar. Neben der Bibi Khanum Moschee gelegen, bietet der Basar eine bunte Mischung von Waren aller Art. Von Lebensmitteln und Gewürzen über Kleidung und Geschirr bis hin zu herrlichen Teppichen und bunten Stoffen ist so ziemlich alles vorhanden.

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Von Samarkand aus kann der Reisende einen kleinen Abstecher nach Shahrisabz machen. Hier war der grausame Herrscher Tamerlan zu Hause. Sein weißer Palast ist zwar inzwischen etwas verfallen, doch eindrucksvoll sind die Bauwerke nach wie vor.

Kommt der Reisende nach Buchara, wähnt er sich in einem Märchen aus 1001 Nacht. Die orientalische Vergangenheit ist an jeder Ecke spürbar. Die Stadt gehört zum Weltkulturerbe und verzaubert mit engen, verwinkelten Gassen, eindrucksvollen Gebäuden aus hellem Stein und einem quirligen Basar.

Die Unterkünfte und das Essen in Usbekistan

Nachdem Usbekistan kein klassisches Reiseziel ist, sind die touristischen Strukturen nicht mit anderen Ländern in Asien wie Thailand, Indien oder Vietnam vergleichbar. Trotzdem gibt es sehr gute Hotels, die westlichem Standard entsprechen. In den Hotels klappt auch der Mobilfunk- und Internetempfang problemlos.

Ein unvergessliches Erlebnis erwartet den Reisenden, wenn er in einer Jurte übernachtet. Strom und viel Komfort darf er hier zwar nicht erwarten. Doch dafür wird er mit der einmaligen Atmosphäre der Wüste belohnt.

Die Küche Usbekistans ist reichhaltig. Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen, deftige Suppen und Rindfleisch in allerlei Varianten sind typische Gerichte. Eine landestypische Spezialität ist außerdem das Reisgericht Pilaf.

Wichtig zu wissen ist, dass das Wasser, das aus dem Wasserhahn kommt, kein Trinkwasser ist. Zum Zähneputzen kann es verwendet werden. Ansonsten sollte der Reisende aber auf Wasser aus der Flasche zurückgreifen und auch auf Eiswürfel besser verzichten.

Die Sicherheit in Usbekistan

Die Region rund um die alte Seidenstraße gilt nicht unbedingt als sichere Gegend. Die usbekische Regierung hat aber sehr früh erkannt, dass extremistische Strömungen eine große Gefahr für die innere Stabilität sein können. Aus diesem Grund greift sie radikal durch, unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung teilweise auch auf Kosten der Opposition und der Menschenrechte. Trotzdem wird der Reisende schnell feststellen, dass er sich frei bewegen und sicher fühlen kann.

Das liegt aber auch daran, dass die Usbeken überaus gastfreundlich und tolerant sind. Sie begegnen Fremden offen, stellen ihnen gerne und stolz ihr Land vor und freuen sich, wenn sie ihre Sprachkenntnisse in Englisch oder sogar Deutsch präsentieren können.

Kritische Fragen zur Politik sollte sich der Reisende aber besser verkneifen und auch die Anordnungen von Polizei und Behörden befolgen. Es macht einfach keinen Sinn, über Passkontrollen oder Fotografie-Verbote zu diskutieren. Der Respekt gebietet es außerdem, die muslimische Kultur zu beachten und zum Beispiel nicht mit kurzen Shorts in eine Moschee zu gehen.

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Hier schreiben Michael Husmann, 47 Jahre, Geschäftsinhaber einer B2B Stoffhandel Firma, die Künstlerin Elke Bornholt, 39 Jahre, mit einem Faible für Seidenmalerei und Bastelarbeiten, Karina Notzko, 32 Jahre und Schneidermeisterin, sowie Christian Gülcan, Betreiber der Webseite und Redakteur. Wir möchten alles Wissenswerte rund um Seide bzw. Seidenstoffe vermitteln.

Ein Gedanke zu „Unbekannte Schönheit an der Seidenstraße: Usbekistan stellt sich vor“

  1. Als Geschichtsprofessor zieht mich Usbekistan natürlich vor allem wegen seiner eindrucksvollen Vergangenheit an.
    Des Weiteren haben es mir wohl Länder, die keine klassischen Reiseziele sind, einfach angetan – muss ich ganz ehrlich zugeben.

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