Einen Graskopf aus einem Seidenstrumpf basteln – so geht’s

Einen Graskopf aus einem Seidenstrumpf basteln – so geht’s

Seidene Strümpfe sind edle und luxuriöse Beinkleider. Das Tragegefühl bei einer Seidenstrumpfhose ist kaum mit einer einfachen Nylonstrumpfhose zu vergleichen. Allerdings hat der Luxus auch seinen Preis. So sind Söckchen, Kniestrümpfe und Strumpfhosen aus Seide ein ganzes Stück teurer als Strümpfe aus Nylon. Umso ärgerlicher ist dann natürlich, wenn die seidenen Strümpfe eine Laufmasche abbekommen oder ein Loch haben.

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Einen Graskopf aus einem Seidenstrumpf basteln - so geht's

Trotzdem muss die edle Ware nicht gleich in den Mülleimer wandern. Denn es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie die Seidenstrümpfe noch verwendet werden können. So zum Beispiel als Schuhbeutel, Duftsäckchen oder Putztuch.

Eine weitere Idee stellen wir in dieser Anleitung vor. Wir basteln nämlich einen lustigen Kopf aus einem Seidenstrumpf. Befüllt mit Grassamen und Erde, wachsen schon nach wenigen Tagen grüne Haare. So wird der Graskopf zu einer originellen Topfpflanze und einer coolen Deko.

Die Materialien für einen Graskopf

  • Seidenstrumpf (entweder ein seidener Kniestrumpf oder eine abgeschnittene Strumpfhose)

  • Grassamen

  • Blumenerde

  • Esslöffel zum Einfüllen von Grassamen und Erde

  • kleiner Gummi oder ein Stück Faden

  • Augen zum Aufkleben

  • Glas, Vase oder ähnliches Gefäß

Einen Graskopf aus einem Seidenstrumpf basteln – so geht’s

Der Graskopf ist schnell und einfach gebastelt. Deshalb eignet sich das Projekt auch gut, wenn Kinder mitmachen. Später braucht es dann ein paar Tage Geduld, bis die Haare sprießen. Doch dann wird regelmäßig ein neuer Haarschnitt fällig.

Den Kopf formen

Der Seidenstrumpf bildet gewissermaßen die Haut des Graskopfes. Gleichzeitig sorgt das Material dafür, dass die Erde feucht bleibt. Damit die Wasserversorgung funktioniert, darf der Strumpf aber nicht zu kurz sein. Ein seidener Kniestrumpf hat die richtige Länge. Wird eine ausgemusterte Seidenstrumpfhose verwendet, sollte ihr Bein ungefähr in Kniehöhe abgeschnitten werden.

Nun wird der Seidenstrumpf befüllt. Das geht am besten, wenn der seidene Strumpf ein Stück eingerollt wird. Anschließend kann die Öffnung mit dem Daumen und dem Zeigefinger einer Hand auseinandergehalten werden. In den Seidenstrumpf kommen nun zwei gehäufte Esslöffel Grassamen. Danach wird soviel Blumenerde eingefüllt, bis eine Kugel in der gewünschten Größe entstanden ist.

Wie groß die Kugel wird, richtet sich nach dem Glas oder der Vase. Der Graskopf sollte so groß sein, dass er sicher auf dem Gefäß sitzt. Zwischendurch sollte die Erde immer mal wieder etwas verdichtet werden. Dazu die Erde beim Einfüllen einfach mit dem Rücken des Esslöffels zusammendrücken.

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Ist genug Erde eingefüllt, den Seidenstrumpf zusammennehmen und unter der Erdkugel mit einem Knoten fest zusammenbinden. Wenn der Kopf nun umgedreht wird, sind oben die Grassamen zu sehen. Mit den Händen den Kopf bei Bedarf nun noch einmal rund ausformen.

Das Gesicht gestalten

Der Kopf kann jetzt schon einmal auf das Gefäß gesetzt werden. Das Ende des Seidenstrumpfs sollte dabei mindestens bis zum Glasboden reichen. Sollte der Strumpf viel zu lang sein, kann er natürlich etwas gekürzt werden.

Damit der Graskopf eine Nase bekommt, auf der Vorderseite des Gesichts in die Erde greifen und die kleine Erdmenge mit einem Gummi oder einem Stück Schnur abbinden. Danach können Augen rechts und links neben der Nase aufgeklebt werden.

Tipp:

Wer keine Klebeaugen hat, kann Kreise aus Filz oder Moosgummi ausschneiden und mit Klebstoff oder Stecknadeln auf dem Gesicht befestigen.

Natürlich kann der Graskopf noch weiter ausgestaltet werden. Ein Mund aus Filz oder einem gebogenen Pfeifenreiniger, Augenbrauen oder Stirnband sind zum Beispiel möglich.

Den Graskopf pflegen

Ist der Graskopf fertig gestaltet, etwas Wasser in das Gefäß füllen. Über das Ende des Seidenstrumpfs zieht sich auf diese Weise Feuchtigkeit in die Erde. Danach den Kopf gleichmäßig mit Wasser besprühen. Eine Sprühflasche ist dabei das optimale Hilfsmittel.

Dann kann der Graskopf an einem hellen und sonnigen Platz aufgestellt werden. In den ersten Tagen ist wichtig, dass die Erde und die Grassamen feucht gehalten werden. Deshalb den Kopf regelmäßig von oben mit Wasser besprühen. Hat der Seidenstrumpf das Wasser unten im Gefäß aufgezogen, kann hier ebenfalls etwas Wasser nachgefüllt werden.

Wichtig ist, dass der Kopf feucht, aber nicht zu nass wird. Deshalb am besten mit den Fingern immer mal wieder fühlen, ob die Feuchtigkeit ausreicht.

Nach ungefähr drei Tagen fangen die ersten Grashaare an, zu sprießen. Danach wachsen sie ziemlich schnell, so dass nach ungefähr einer Woche auch schon der erste Haarschnitt vorgenommen werden kann.

Wer möchte, kann die Haare aber natürlich auch länger wachsen lassen. Gleichzeitig tauchen unten am Seidenstrumpf nach und nach Wurzeln auf. So bekommt der Graskopf zudem einen weißen Bart.

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Hier schreiben Michael Husmann, 47 Jahre, Geschäftsinhaber einer B2B Stoffhandel Firma, die Künstlerin Elke Bornholt, 39 Jahre, mit einem Faible für Seidenmalerei und Bastelarbeiten, Karina Notzko, 32 Jahre und Schneidermeisterin, sowie Christian Gülcan, Betreiber der Webseite und Redakteur. Wir möchten alles Wissenswerte rund um Seide bzw. Seidenstoffe vermitteln.

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