Oriental und Sankt Andreas Knoten für Seidenkrawatten

Oriental und Sankt Andreas Knoten für Seidenkrawatten

Wer eine schöne und edle Seidenkrawatte hat, möchte diese natürlich auch tragen. Allerdings muss dafür ein Krawattenknoten gebunden werden. Während sich Krawatten aus anderen Materialien oft in gebundener Form aufbewahren lassen, sollte eine Seidenkrawatte immer geöffnet und aufgerollt werden. Denn die Knicke und Falten können die sensiblen Fasern auf Dauer beschädigen.

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Oriental und Sankt Andreas Knoten für Seidenkrawatten

Mit der richtigen Anleitung und etwas Übung ist es auch gar nicht so schwer, einen gleichmäßigen Krawattenknoten zu binden.

Und für alle, die nicht immer nur Klassiker wie den Four- in-Hand- oder den Windsor-Knoten tragen möchten, stellen wir in diesem Beitrag zwei ansprechende Alternativen vor:

Grundsätzliches zum Binden von Krawattenknoten

Insgesamt gibt es weit über 80 verschiedene Krawattenknoten. Welcher davon die richtige Wahl ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen das Material, die Länge und die Breite der Krawatte sowie das Hemd und die Form seines Kragens, das zusammen mit der Krawatte getragen wird.

Auch der Anlass und die Statur des Krawattenträgers spielen eine Rolle. Und nicht zuletzt geht es natürlich um den persönlichen Geschmack.

Unabhängig vom Knoten, der gebunden wird, gibt es ein paar Faustregeln, die beim Binden einer Krawatte gelten:

  • Vor dem Binden der Krawatte ist es ratsam, sich die Hände zu waschen, um keine Verschmutzungen zu verursachen.

  • Als ungefähre Richtlinie sollte das breite Ende der Krawatte bis zur Taille oder dem Gürtel reichen, wenn sie gebunden wird.

  • Der oberste Knopf des Hemdes sollte geschlossen und der Kragen hochgeklappt sein. Erst wenn die Krawatte gebunden und der Knoten ausgerichtet ist, wird der Kragen wieder nach unten geklappt.

  • Es erfordert etwas Übung, eine Krawatte ordentlich zu binden. Vor allem anfangs ist es deshalb ratsam, genug Zeit einzuplanen. Ist das Prinzip einmal verstanden, gelingt ein Knoten immer schneller.

  • Ob sich der Krawattenträger zum Binden vor den Spiegel stellt, ist Geschmackssache. Dem einen hilft das Spiegelbild, den anderen verwirrt es eher. Hier hilft nur Ausprobieren, was einem besser liegt.

  • Das schmale Ende der Krawatte muss immer kürzer sein als das breite Ende. Es wird dann durch die Schlaufe auf der Rückseite gezogen.

In den meisten Fällen wird die Krawatte fürs Binden richtig herum, also mit der Vorderseite nach oben um den Hals gelegt. Bei den beiden Krawattenknoten, die wir gleich vorstellen, ist das anders. Hier zeigt zunächst die Rückseite nach vorne.

Der Oriental Knoten für eine Seidenkrawatte

Der Oriental gehört zu den Basisknoten. Er ist ein sehr einfacher Knoten, der mit wenigen Handgriffen auskommt und sich optimal für Anfänger eignet. Als moderner, symmetrischer und funktional-eleganter Knoten eignet er sich für alle Anlässe.

Weil der Oriental Knoten relativ klein und schmal ist, ist er bei normalen und breiten oder dicken Krawatten optimal. Außerdem kann der Oriental Knoten die perfekte Lösung sein, wenn eine Krawatte eigentlich etwas zu kurz ist. Denn er verbraucht weniger Material als andere Knoten.

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Gebunden wird der Oriental Knoten so:

  • Die Krawatte mit der Rückseite nach vorne um den Hals legen. Das breite Ende befindet sich auf der rechten Seite, das schmale Ende hängt knapp über dem Bauchnabel. Gebunden wird nur mit dem breiten Ende.

  • Nun das breite Ende waagerecht hinter dem schmalen Ende der Krawatte entlang führen und vorne über das schmale Ende legen.

  • Dann das breite Ende durch die Halsschlinge führen und durch den Knoten auf der Vorderseite schieben.

  • Zum Schluss das breite Ende nach unten ziehen, um den Knoten festzuziehen, und den Knoten ausrichten.

Das war schon alles. Während der breite Teil jetzt mit der Vorderseite nach vorne zeigt, bleibt das schmale Ende auch nach dem Binden umgedreht. Beim Tragen ist das aber natürlich nicht zu sehen.

Der Sankt Andreas Knoten für eine Seidenkrawatte

Der Sankt Andreas Knoten, auch Saint Andrews Knoten genannt, ist hierzulande nicht ganz so bekannt. Dabei ist es ein wirklich schöner und symmetrischer Knoten, der mittelgroß ist und sich deshalb für so gut wie alle Krawatten eignet. Was das Volumen angeht, liegt er genau zwischen dem halben und dem doppelten Windsor-Knoten.

Der Sankt Andreas Knoten ist etwas schwieriger zu binden als der Oriental.

Wer die Schritte genau einhält, sollte ihn aber gut hinbekommen:

  • Die Krawatte wird genauso positioniert wie beim Oriental. Die Rückseite zeigt also nach vorne, das breite Ende liegt rechts und das schmale Ende befindet sich knapp über dem Bauchnabel.

  • Jetzt das breite Ende waagerecht hinter der Krawatte entlang führen und vorne über das schmale Ende legen.

  • Nun das breite Ende noch einmal waagerecht hinten um die Krawatte führen.

  • Dann das breite Ende von oben durch die Halsschlinge stecken und nach unten rechts ziehen.

  • Anschließend das breite Ende auf der Vorderseite von rechts nach links über den Knoten legen.

  • Jetzt das breite Ende von unten durch die Halsschlinge stecken, nach oben ziehen und die Spitze dann durch den Knoten auf der Vorderseite schieben.

  • Zum Schluss den Knoten festziehen, ausrichten und positionieren.

Der Sankt Andreas Knoten eignet sich sowohl fürs Büro als auch für formelle Anlässe. Für eine lockere Party kann er hingegen etwas zu elegant sein. Hier eignet sich ein legerer Knoten wie zum Beispiel der Oriental oft etwas besser.

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Hier schreiben Michael Husmann, Geschäftsinhaber einer B2B Stoffhandel Firma, die Künstlerin Elke Bornholt, mit einem Faible für Seidenmalerei und Bastelarbeiten, Karina Notzko, - Schneidermeisterin, die Youtuberin Sevilart ( Deko, Bastel und Kreativ-Videos) sowie Christian & Ferya Gülcan (Fashionexpertin), - Künstler (Maltechniken) Inhaber Koozal Galerie & Design (auch Import & Handel Seidenwaren), Betreiber der Webseite und Redakteure. Wir möchten alles Wissenswerte rund um Seide, Seidenmalerei und Mode aus Seidenstoffen vermitteln.

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