Anleitung: Wandbild aus alten Seidenblusen

Anleitung: Wandbild aus alten Seidenblusen

Auf Seide lassen sich herrliche Bilder und Wanddekorationen gestalten. Allerdings ist die Seidenmalerei nicht jedermanns Sache. Denn bildliche Motive auf Seide umzusetzen, erfordert etwas Übung.

Wandbild Seidenblusen

Und ein abstraktes Seidenbild sieht manchmal einfach eine Spur zu abstrakt aus. Gleichzeitig finden sich im Kleiderschrank mitunter Blusen und Hemden aus Seide, die nicht mehr richtig passen, fleckig sind oder aus anderen Gründen nicht mehr getragen werden.

Zum Wegwerfen sind die Kleidungsstücke aber auch zu schade. Wir stellen in unserer Anleitung deshalb eine Idee vor, die den alten Seidenblusen und -hemden zu neuen Ehren verhilft. Wir fertigen daraus nämlich ein Wandbild.

Das Wandbild wiederum setzt sich aus mehreren Leinwänden zusammen. Sie werden mit den Seidenstoffen bezogen und anschließend arrangiert. Selbst wild gemusterte Seidenblusen aus früheren Tagen werden so zu einer topmodernen und absolut stylischen Deko. Und das kinderleicht und blitzschnell.

Hier also Schritt für Schritt, wie das Wandbild entsteht!:

 

Die Materialien für das Wandbild

  • 2 oder 3 ausgemusterte Seidenblusen
  • 4 quadratische Leinwände, mittelgroß
  • Schere
  • Tacker

Ein Wandbild aus alten Seidenblusen basteln – so geht’s

In unserer Bastelidee besteht das Wandbild aus vier quadratischen Leinwänden. Allerdings ist das natürlich nur als Anregung gedacht. Genauso wäre möglich, das Wandbild aus beispielsweise drei oder sechs rechteckigen Leinwänden oder neun quadratischen Mini-Leinwänden zu gestalten.

Für ein harmonisches Gesamtbild sollten es nur so viele Leinwände sein, dass das Arrangement die Form der Leinwände aufgreift. Dazu später mehr. Jetzt fangen wir erst einmal an!

 

  1. Schritt: die Seidenblusen zuschneiden

Als erstes werden die Seidenblusen zugeschnitten. Dafür wird eine Leinwand auf eine Seidenbluse gelegt. Anschließend wird der Stoff so zurechtgeschnitten, dass er rundherum etwas größer ist als die Leinwand. Der Rand wird benötigt, um die Seide auf und um die Leinwand zu spannen. Deshalb muss der Rand so breit sein, dass er die Seitenkante der Leinwand abdeckt und auf der Rückseite befestigt werden kann.

Wer es ganz genau machen möchte, kann natürlich zum Maßband greifen, das Maß ermitteln und die Seidenquadrate entsprechend zuschneiden. Nach Augenmaß funktioniert es aber genauso gut.

Für das Bild kann die gesamte Seidenbluse verwendet werden. Es muss also nicht bei der glatten, schlichten Rückseite bleiben. Hat die Bluse auf der Vorderseite eine Knopfleiste, eine Brusttasche oder eine andere Verzierung, können sie genauso genutzt werden. Und auch die Ärmel können verwertet werden, wenn sie lang und breit genug sind. Wird ein Ärmel wiederum aufgeklappt, kann sogar die Mittelnaht zum Bildelement werden.

Wird das Wandbild aus vier Leinwänden gearbeitet, sollten zwei Stoffquadrate aus einer Seidenbluse ausgeschnitten werden. Für die beiden anderen Leinwände können eine oder zwei weitere Blusen verarbeitet werden. Bei mehr oder weniger Leinwänden werden die vorhandenen Seidenblusen entsprechend aufgeteilt.

Übrigens: Natürlich müssen es nicht zwangsläufig Seidenblusen oder -hemden sein. Ausgemusterte Seidenschals, Tischdecken, Kissenbezüge und auch verunglückte Seidenbilder und Seidenreste von anderen Bastelprojekten eignen sich ebenso.

 

  1. Schritt: die Leinwände bespannen

Nun müssen die Leinwände bespannt werden. Dafür wird das erste Seidenquadrat mit der Vorderseite nach unten auf die Arbeitsfläche gelegt. Dann wird der Stoff auf einer Seite nach oben geklappt und auf der Rückseite festgetackert. Anschließend wird der Stoff auf der gegenüberliegenden Seite umgeschlagen, straff angezogen und ebenfalls mit Tackernadeln fixiert.

Auf die gleiche Weise werden auch die beiden anderen Seiten bearbeitet. In den Ecken wird der Seidenstoff wie bei einem Geschenk zusammengefaltet und befestigt. Nach und nach werden so auch die übrigen Leinwände mit dem Seidenstoff bezogen.

 

  1. Schritt: das Wandbild arrangieren

Sind die vier Leinwände fertig, werden sie zum Wandbild zusammengestellt. Bei vier quadratischen Leinwänden bietet es sich an, ein ebenfalls quadratisches Wandbild zu arrangieren. Dabei können die beiden Leinwände, die mit dem gleichen Stoff bespannt sind, nebeneinander, übereinander oder diagonal angeordnet werden. Die beiden anderen Stoffbilder werden an die verbliebenen Stellen gesetzt. Eine andere Möglichkeit wäre, die Bilder auf die Spitze zu stellen, so dass sich eine Raute ergibt.

Je nach Anzahl der Leinwände sind hier natürlich unzählige Arrangements möglich. Drei rechteckige Leinwände beispielsweise können im Hochformat nebeneinander positioniert werden. Bei sechs rechteckigen Leinwänden können je drei Leinwände in zwei Reihen übereinander aufgehängt werden.

Neun quadratische Mini-Leinwände wiederum lassen ein insgesamt quadratisches Wandbild entstehen, wenn sie in drei Reihen über- und nebeneinander positioniert werden. Und selbstverständlich lassen sich die Bilder jederzeit umhängen. Durch die unterschiedlichen Stoffe entsteht so mit minimalem Aufwand eine ganz neue Wirkung.

Mehr Ratgeber, Anleitungen, Vorlagen und Tipps:

Thema: Anleitung: Wandbild aus alten Seidenblusen

Teilen: