Ein seidenes Ringkissen nähen – so geht’s

Ein seidenes Ringkissen nähen – so geht’s

Ob auf dem Standesamt oder in der Kirche: Ringe zu tauschen, gehört für die meisten Paare zur Hochzeit einfach dazu. Dabei werden die Ringe gerne auf einem edlen Ringkissen bereitgelegt. Nun gibt es Ringkissen natürlich in allen nur erdenklichen Varianten fertig zu kaufen. Doch selbst gemacht, ist ein Ringkissen noch einmal viel persönlicher. Außerdem ist es ein tolles Geschenk, das zum Beispiel die Trauzeugen dem Brautpaar machen können.

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Ein seidenes Ringkissen nähen - so geht's

Wir zeigen in dieser Anleitung, wie sich ein seidenes Ringkissen nähen lässt. Dabei halten wir das Ringkissen bewusst einfach und schlicht. Denn durch die Seide wirkt das Kissen für sich schon edel. Aber natürlich spricht überhaupt nichts dagegen, das Ringkissen individuell auszugestalten.

Ein seidenes Ringkissen nähen – die benötigten Materialien

Seide ist ein sehr edler und eleganter Stoff und passt damit perfekt zu einer Hochzeit. Allerdings ist die feine, dünne Seide mitunter nicht ganz einfach zu nähen. Damit sich der Seidenstoff durch die Naht an den Rändern nicht unschön zusammenzieht, unterlegen wir ihn mit einem Baumwollstoff.

Dabei genügt ein einfacher, dünner Stoff aus Baumwolle. Er ist später ohnehin nicht zu sehen und dient nur dazu, die Seide etwas zu stabilisieren.

Wie groß das Ringkissen wird, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Eine ganz gute Größe entsteht, wenn die Stoffe in 20 x 20 cm große Quadrate geschnitten werden. So wird das Ringkissen später nicht zu klein, aber auch nicht zu wuchtig. Wer möchte, kann das Ringkissen aber selbstverständlich in einer anderen Größe nähen. Zudem muss es nicht unbedingt quadratisch sein, sondern kann genauso rechteckig werden.

Für das Ringkissen werden jedenfalls folgende Materialien und Werkzeuge benötigt:

  • Seide

  • Baumwollstoff

  • Spitzenborte

  • Füllwatte

  • Satinband

  • Nähgarn

  • Nähmaschine, Nähnadel und Stecknadeln oder Stoffklammern

Ein seidenes Ringkissen nähen – so geht’s

Ein Ringkissen ist schnell gemacht. Denn im Prinzip müssen nur Stoffquadrate zugeschnitten, zusammengenäht und mit Füllwatte ausgestopft werden. Dann noch die Bänder für die Ringe befestigen und schon ist das Ringkissen fertig. Und wer keine Nähmaschine hat, kann die Nähte genauso von Hand mit Nadel und Faden arbeiten.

Doch der Reihe nach!:

Schritt 1: die Stoffe zuschneiden

Zunächst werden die Stoffe für das Ringkissen zugeschnitten. Dabei werden insgesamt vier gleichgroße Quadrate benötigt, nämlich zwei aus Seide und zwei aus Baumwolle. In unserem Fall schneiden wir die Stoffquadrate auf ein Format von 20 x 20 cm.

Außerdem wird noch ein Stück von der Spitzenborte abgeschnitten. Dieses Stück sollte genauso lang sein wie die Quadrate, hier also ebenfalls 20 cm.

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Schritt 2: Seide und Baumwolle verbinden

Nun ein Baumwollquadrat nehmen, ein Quadrat aus Seide darauflegen und beide Stoffe mit Stecknadeln oder Stoffklammern fixieren. Dabei darauf achten, dass die Vorderseite der Seide nach außen zeigt.

Die beiden Stoffe jetzt mit wenig Abstand zur Kante rundherum mit einem einfachen Geradstich zusammennähen. Das Ganze dann mit den beiden anderen Stoffquadraten wiederholen.

Schritt 3: die Spitze anbringen

Als Verzierung bekommt das seidene Ringkissen eine Borte aus Spitze. Vielleicht ist vom Brautkleid oder dem Schleier noch ein Stück übrig, das für das Ringkissen verwendet werden kann.

Ein Stoffquadrat so vor sich hinlegen, dass die Seide nach oben zeigt. Dann die Spitze mittig auf das Quadrat legen und an den Seiten mit Stecknadeln oder Stoffklammern feststecken.

Anschließend die Borte über die ganze Länge sowohl an der Oberkante als auch an der Unterkante festnähen.

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Dazu am besten einen kleinen Zickzackstich verwenden und die Naht auf einer Linie im Muster der Spitze positionieren. So fällt die Naht optisch später nicht auf.

Schritt 4: das Ringkissen nähen

Jetzt können die beiden Stoffquadrate zum Ringkissen zusammengenäht werden. Dafür das Quadrat mit der aufgenähten Spitzenborte nach oben vor sich hinlegen. Darauf das zweite Stoffquadrat mit der Seide nach unten legen.

Die späteren Außenseiten des Ringkissens zeigen damit nach innen. Auch hier die Stoffe wieder feststecken, damit sie beim Nähen nicht verrutschen.

Dann die Stoffe mit einem Geradstich rundherum zusammennähen. Die Naht kann dabei direkt neben der ersten Naht verlaufen. Entweder an der Oberkante oder an der Unterseite eine etwa 5 cm große Öffnung zum Wenden lassen.

Schritt 5: das Ringkissen füllen und schließen

Sind die Stoffe zusammengenäht, die Ecken bis knapp an die Naht abschneiden. So lassen sich die Kissenecken schöner ausformen. Anschließend das Ringkissen durch die Öffnung auf die richtige Seite drehen.

Dann das Kissen mit Füllwatte ausstopfen. Die Füllwatte dabei mit den Fingern oder einem Kochlöffelstiel bis in die Ecken schieben. Zum Schluss die kleine Öffnung mit wenigen Stichen von Hand möglichst unsichtbar schließen.

Schritt 6: die Bänder für die Ringe befestigen

Nun fehlen nur noch die Bänder, an denen die Ringe befestigt werden. Dafür zwei gleichlange Stücke Satinband abschneiden, mittig auf die Spitzenborte legen und mit einigen Nadelstichen annähen.

Um die Ringe später zu befestigen, einen Ring auf ein Satinband auffädeln, das andere Band auf der gleichen Seite nehmen und mit diesen beiden Bändern eine Schleife binden.

Den zweiten Ring mit den beiden Bändern auf der anderen Seite genauso festbinden. Damit ist das seidene Ringkissen fertig!

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Hier schreiben Michael Husmann, Geschäftsinhaber einer B2B Stoffhandel Firma, die Künstlerin Elke Bornholt, mit einem Faible für Seidenmalerei und Bastelarbeiten, Karina Notzko, - Schneidermeisterin, die Youtuberin Sevilart ( Deko, Bastel und Kreativ-Videos) sowie Christian & Ferya Gülcan (Fashionexpertin), - Künstler (Maltechniken) Inhaber Koozal Galerie & Design (auch Import & Handel Seidenwaren), Betreiber der Webseite und Redakteure. Wir möchten alles Wissenswerte rund um Seide, Seidenmalerei und Mode aus Seidenstoffen vermitteln.

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