Nähanleitung für ein seidenes Stirnband

Nähanleitung für ein seidenes Stirnband

Seidentücher werden nicht nur um den Hals getragen. Stattdessen werden sie auch gerne als Kopfbedeckung genutzt. Zu einem Kopftuch oder einem Turban gebunden, versprühen Seidentücher schließlich einen edlen und mondänen Charme.

Ein weiterer Trend, der aktuell wieder angesagt ist, sind Haar- und Stirnbänder. Sie erinnern an die 1950er- und 1960er-Jahre. Dabei sind solche Bänder chic und praktisch zugleich. Denn je nachdem, wie sie getragen werden, halten sie die Ohren warm oder die Haare zuverlässig aus dem Gesicht.

Nun wäre es natürlich möglich, ein Seidentuch oder einen Seidenschal zu einem schmalen Band zusammenzufalten und um den Kopf zu binden. Allerdings sieht das oft nicht besonders gut aus, vor allem dann nicht, wenn das Seidentuch im Laufe der Zeit immer mehr verrutscht.

Ein richtiges Stirnband ist da schon die bessere Alternative. Und wie ein seidenes Stirnband genäht werden kann, erklären wir in dieser Nähanleitung. Dabei haben wir die Anleitung bewusst einfach gehalten, damit auch Anfänger das Trend-Accessoire ohne größere Schwierigkeiten nacharbeiten können.

 

Die Materialien für ein seidenes Stirnband

  • Seidenstoff
  • Nähgarn
  • Nähmaschine
  • Stecknadeln
  • Stoffschere und Maßband
  • Bügeleisen und Tuch zum Abdecken beim Bügeln

 

Die Nähanleitung für ein seidenes Stirnband

Das Stirnband besteht aus zwei Rechtecken, die miteinander verschlungen werden. Dadurch entsteht eine Art Knoten, der an einen Turban erinnert. Und auch wenn das Stirnband aufwändig aussieht, ist es ganz einfach zu nähen.

Also, los geht’s!

 

  1. Schritt: die Maße ermitteln und den Stoff zuschneiden

Vor allem bei Stoffen, die sich nicht oder kaum dehnen, wird für eine gute Passform oft ein Gummi eingearbeitet. Seide gehört zwar zu den Stoffen, die nicht unbedingt elastisch sind. Trotzdem verzichten wir darauf, ein Gummi einzusetzen. Stattdessen nähen wir das Stirnband auf Maß. Dafür wird natürlich der Kopfumfang benötigt.

Ist der Kopfumfang ausgemessen, werden zu diesem Maß 3 cm hinzugefügt. Damit ist die Länge für die Stoffstreifen vorhanden. Beträgt der Kopfumfang beispielsweise 55 cm, müssen die Seidenstreifen für das Stirnband also 58 cm (55 cm + 3 cm) lang sein. Die Breite kann frei bestimmt werden. Allerdings sollte das Stirnband nicht zu schmal werden. Ratsam ist deshalb, etwas weniger als die Hälfte des Kopfumfangs als Breite festzulegen. 24 bis 27 cm sind eine gute Breite.

Mit den ermittelten Maßen werden nun zwei gleichgroße Rechtecke aus dem Seidenstoff zugeschnitten.

 

  1. Schritt: die beiden Stoffteile nähen

Nun wird das erste Seidenrechteck an der langen Kante entlang rechts auf rechts zusammengeklappt. Die Vorderseite liegt also innen, die Rückseite des Stoffs zeigt nach außen. Damit nichts verrutscht, wird die lange Kante mit Stecknadeln fixiert. An den beiden kurzen Seiten kann der Stoff ein wenig eingeklappt werden. Dadurch entsteht eine ordentliche Kante und die Ränder müssen nicht mehr zusätzlich versäubert werden.

Dann wird der Stoff an der zusammengesteckten Kante entlang mit einem Zickzackstich zusammengenäht. Zickzackstich deshalb, damit die Naht elastisch bleibt. Bei einem Geradstich könnte es passieren, dass die Naht reißt. Und beim Zusammennähen nicht vergessen, den Anfang und das Ende der Naht zu verriegeln. (Verriegeln heißt, dass ein kurzes Stück vor und zurück genäht wird, damit sich die Naht nicht mehr löst und keine Fäden gezogen werden.)

Durch das Zusammennähen ist aus dem Rechteck ein Schlauch geworden. Dieser Schlauch wird nun wieder auf die rechte Seite gedreht. Das Ganze wird nun mit dem zweiten Seidenrechteck wiederholt.

Jetzt werden die beiden Seidenschläuche so ausgerichtet, dass die Naht mittig verläuft. Anschließend wird die Seide mit einem Baumwolltuch abgedeckt und einmal kurz gebügelt. Dadurch ist die Position der Naht fixiert.

 

  1. Schritt: das Stirnband nähen

Der spannende Teil folgt jetzt. Denn nun wird aus den beiden Seidenschläuchen ein Stirnband im Turban-Look. Und das geht so:

  • Ein Seidenschlauch wird waagerecht und mit der Naht nach oben auf die Arbeitsfläche gelegt.
  • Der andere Seidenschlauch wird oben draufgelegt. Dieses Band verläuft aber senkrecht und die Naht zeigt nach unten. Die beiden Seidenschläuche bilden also ein Kreuz und die beiden Nähte liegen aufeinander.
  • Jetzt wird das eine Ende vom waagrechten Seidenband auf das andere Ende geklappt. Damit liegen die beiden Enden vom waagerechten Seidenband aufeinander und die Naht dieses Bandes verläuft auf der Innenseite.
  • Anschließend werden die beiden Enden des senkrechten Seidenbandes zusammengenommen. Auch hier werden die Enden so aufeinandergelegt, dass sich die Naht innen befindet. Dann werden die beiden Enden etwas gedreht und auf den beiden Enden des ersten Bandes abgelegt.

[Stirnband]

  • Alle vier offenen Enden der Seidenschläuche liegen nun also aufeinander. Damit nichts verrutscht, werden sie mit Stecknadeln fixiert.
  • Nun wird mit einem Zickzackstich über die vier Enden genäht. Wichtig dabei ist, durch alle Stofflagen zu nähen, denn die offenen Seidenbänder werden dadurch zum Stirnband verbunden. Und auch hier das Verriegeln der Naht nicht vergessen!

Zum Schluss muss das Stirnband nur noch einmal gewendet werden, damit die Naht innen verschwindet. Und schon ist das seidene Stirnband fertig!

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Thema: Nähanleitung für ein seidenes Stirnband

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