Infos und Tipps zu Bettdecken aus Seide

Infos und Tipps zu Bettdecken aus Seide 

Bettdecken aus Seide sind vielen vor allem als leichte Sommerdecken ein Begriff. Aber Seidenbettdecken sind in verschiedenen Ausführungen und damit auch als Bettwaren für die kalte Jahreszeit erhältlich. Zudem werden mittlerweile neben den bekannten Wildseide-Bettdecken zunehmend auch Bettdecken aus Maulbeerseide angeboten.

Bettdecken aus Seide haben natürlich ihren Preis, sind also deutlich teurer als Bettdecken aus beispielsweise Kunstfasern, allerdings bieten sie auch einen gesunden Schlafkomfort.

Auch im Hinblick auf die Pflege sind Seidenbetten, anders als oft angenommen, nicht unbedingt anspruchsvoller als Bettwaren aus anderen Naturmaterialien. Nun wird sich so mancher aber vielleicht fragen, was denn konkret für eine Seidendecke spricht, welche Ausführungen erhältlich sind oder was für die Pflege gilt.

 

Hier die wichtigsten Infos und Tipps zu Bettdecken
aus Seide in der Übersicht:
  
 

 

Was spricht für eine Bettdecke aus Seide?

Die Argumente, die für eine Bettdecke aus Seide sprechen, ergeben sich aus dem Naturmaterial Seide als solches. Seide ist nämlich nicht nur edel und luxuriös, sondern kennzeichnet sich durch mehrere positive Eigenschaften. So sorgt Seide für einen Temperaturausgleich, indem sie bei warmen Temperaturen kühlt und bei kühlen Temperaturen wärmt.

Außerdem kann Seide viel Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich klamm anzufühlen. Hinzu kommt, das Seide ein weiches, fließendes und leichtes Gewebe ist, das praktisch ohne chemische Zusätze auskommt und der menschlichen Haut sehr ähnlich ist.

Echte Seide nimmt keinen Schmutz auf und auch Pilze, Bakterien oder Milben fühlen sich auf den glatten Fasern nicht wohl. Davon wiederum profitieren Menschen, die eine empfindliche Haut haben oder zu Allergien neigen. Ganz praktisch aus Sicht der Hausfrau ist außerdem, dass echte Seide kaum knittert und nicht zu Pilling neigt.

 

Welche Arten von Seidenbettdecken sind erhältlich?

Bettdecken bestehen grundsätzlich aus einer Füllung und einem Bezugsstoff. Da die Füllung maßgeblich für die Eigenschaften einer Bettdecke verantwortlich ist, werden Bettdecken in aller Regel nach dem Füllmaterial benannt. Um dabei aber lange und umständliche Wortzusammensetzungen zu vermeiden, werden Kurzformen verwendet. Anstelle einer Seidenbettdecke wird also üblicherweise von einem Seidenbett oder einer Seidendecke gesprochen.

 

Dabei lassen sich Bettdecken aus Seide im Wesentlichen in drei Varianten einteilen:

 

1.       Mit Wildseide gefüllte Bettdecken.

Die meisten der hierzulande angebotenen Bettdecken sind mit Wildseide gefüllt. Wildseide wird gewonnen, nachdem die Raupen aus ihren Kokons geschlüpft sind. Da durch das Schlüpfen ein Loch in den Kokons entsteht, kann der Seidenfaden nicht mehr als endlos langer Faden abgehaspelt werden. Wildseide besteht daher aus kürzeren Seidenfäden, die nach der Reinigung zu einem weichen, flauschigen Vlies gekämmt werden. Dieser Vorgang wird das Kardieren bezeichnet. In Asien heißen solche Bettdecken übrigens nicht Seiden-, sondern Tussah-Bettdecken. Insgesamt sind sie jedoch wenig verbreitet.

 

 

2.       Mit Maulbeerseide gefüllte Bettdecken.

Die in Asien als Seidenbetten gehandelten Bettdecken sind in Europa kaum bekannt und oft nur über ausgewählte Anbieter erhältlich. Ein Grund hierfür ist sicherlich der Preis. Die Herstellung von Seide ist ein sehr aufwändiger Prozess und für eine angenehm dicke Füllung ist entsprechend viel Seide erforderlich.

  

 

3.       Mit Seidengemischen gefüllte Bettdecken.

Seidengemische als Füllung sind sehr häufig anzutreffen. Dabei kann die Seide sowohl mit Naturfasern wie Baumwolle oder Schurwolle als auch mit Kunstfasern gemischt sein. Ein Grund für die Mischungen besteht darin, dass die Bettdecke dadurch robuster, unempfindlicher und pflegeleichter wird. Zudem können oft auch die wärmenden Eigenschaften verbessert werden. Der andere Grund ist, dass Seidengemische schlichtweg preisgünstiger als reine Seide.

Nachdem die meisten Seidenbetten mit Wildseide oder Seidenmischungen gefüllt sind, werden sie in aller Regel als Steppdecken hergestellt. Am häufigsten wird dabei mit der Karosteppung gearbeitet, wobei die Karos umso kleiner ausfallen, je feiner und dünner die Füllung ist. Die Nähte sollen verhindern, dass die Füllung innerhalb der Bezugsstoffes verrutscht.

Ansonsten beeinflusst das Steppmuster die Eigenschaften einer Decke aber nicht, so dass hier ganz nach persönlichem Geschmack ausgewählt werden kann. Ist eine Bettdecke mit Maulbeerseide gefüllt, kann auf das Absteppen übrigens verzichtet werden. Da die Fasern in diesem Fall nämlich über die gesamte Breite und Länge der Bettdecke verlaufen, reicht es aus, wenn die Füllung mit einer Naht am Rand fixiert wird. Zusätzliche Nähte, die ein Verrutschen verhindern, sind nicht erforderlich.   

 

Welche Wärmegrade gibt es bei Bettdecken aus Seide?

Seidendecken sind als Bettdecken für alle Jahreszeiten erhältlich. Wie warm eine Decke ist, wird je nach Hersteller mit Wärmegraden, Wärmepunkten oder anderen Bezeichnungen angegeben. Gemeinsam ist allen Bezeichnungen aber, dass sie sich auf einer Skala von 1 bis 5 bewegen.

1 gilt für sehr leichte und dünne Sommerdecken, 2 wird für herkömmliche Sommerdecken verwendet. 3 bezeichnet sowohl Bettdecken für die Übergangszeit als auch Bettdecken, die als Ganzjahresdecken gedacht sind. 4 meint Winterbettdecken, 5 gilt für extrawarme Bettdecken für den Winter.

Die Zuordnung der Bettdecken erfolgt jedoch nach den Kriterien des jeweiligen Herstellers, so dass im Zweifel jeder für sich selbst ausprobieren muss, ob ihn die Bettdecke ausreichend wärmt oder ob nicht.

 

 

Wie müssen Bettdecken aus Seide gepflegt werden?

In den meisten Fällen reicht es völlig aus, wenn eine Seidenbettdecke regelmäßig ausgelüftet und aufgeschüttelt wird. Die meisten Bettdecken aus Seide sind heute jedoch so hergestellt, dass sie durchaus auch in der Waschmaschine gewaschen werden können. Dies wird unter anderem dadurch möglich, dass Baumwoll- oder andere Fasern beigemischt werden.

Maßgeblich für die Pflege ist dabei immer das Pflegeetikett oder die Pflegeanleitung des Herstellers. Grundsätzlich gilt außerdem, dass ein Seidendeckbett mit einem milden Waschmittel gewaschen werden sollte.

Am besten eignen sich spezielle Waschmittel für Seide oder auch Wollwaschmittel, die keine rückfettenden Komponenten enthalten. Als Waschprogramm sollte ein Woll- oder ein Schonprogramm gewählt werden.

 

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