Interessante Seidenmaltechniken

Übersicht und Infos zu interessanten Seidenmaltechniken 

Seidenbilder werden meist mit dem Pinsel gemalt. Für die Bildhintergründe sowie auch für die Gestaltung von beispielsweise Tüchern und Schals kennt die Seidenmalerei jedoch eine Reihe weiterer, sehr interessanter Seidenmaltechniken.  

 

Hier eine Übersicht dazu sowie die wichtigsten
Infos zu den jeweiligen Seidenmaltechniken:

 

 

        Die Abbindetechnik.

Hierbei wird die Seide mit Schnüren abgebunden. Dazu wird der Seidenstoff an einigen Stellen zusammengefasst und fest mit der Schnur umwickelt.

Möglich ist jedoch auch, den Stoff zunächst zu zwirbeln und erst dann abzubinden.

Anschließend wird die Seide in ein Färbebad gelegt, wobei die ursprüngliche Farbe an den abgedeckten Stellen erhalten bleibt. Die eingefärbte Seide muss nach dem Färben trocknen, danach werden die Schnüre entfernt und die Seide vor dem Fixieren glattgebügelt. 

 

 

        Die Drucktechnik.

Bei dieser Technik wird mit verdickter Seidenmalfarbe gearbeitet. Der Handel bietet spezielle Verdicker für Seidenmalfarben an, genauso ist jedoch auch möglich, die Farben mit wasserlöslichem Tapetenkleister zu vermischen.

Die dickflüssige Seidenfarbe wird anschließend auf Stempel aufgetragen und auf die Seide gedrückt. Als Stempel eignen sich fertige Stempel, genauso aber auch Steine, Blätter, Äste, Kordeln oder andere Gegenstände.

Zudem können Schablonen auf die Seide aufgelegt werden, die dann mit den Seidenfarben ausgemalt werden.

 

        Die Aquarelltechnik.

Diese Technik gehört zu den ältesten Maltechniken. Dabei gibt es verschiedene Varianten der Aquarelltechnik.

Bei der Naß-an-Naß-Malerei wird die Seidenmalfarbe aufgetragen, bevor die vorhergehende Farbe getrocknet ist. Die Seide selbst ist dabei trocken. Bei der Naß-auf-Naß-Malerei wird die Seide angefeuchtet.

Dadurch entstehen ebenfalls sanfte Farbverläufe, allerdings fließen die Farben langsamer und nicht so weit auseinander wie auf trockener Seide.

Die Naß-gegen-Trocken-Malerei bietet sich an, wenn deutliche Ränder entstehen sollen. Dazu wird zunächst eine Farbe aufgetragen. Ist diese Farbfläche getrocknet, wird die Seide an der angrenzenden Fläche angefeuchtet und dann die nächste Farbe aufgetragen.

 

        Die Knittertechnik.

Hierbei wird die Seide schräg zum Fadenverlauf in gleichmäßige Falten gelegt. Die Farbe wird dann mit einer Pipette oder mit einem Pinsel aufgetragen.

Anschließend wird der Stoff gleichmäßig, aber sparsam mit etwas Wasser besprüht, damit die Farben leicht ineinanderfließen.

Die Seide muss anschließend trocknen und wird erst im völlig trockenen Zustand geöffnet.

 

        Die Sprühtechnik.

Bei der Sprühtechnik muss die Seide zunächst grundiert werden, da die Farben ansonsten unkontrolliert ineinanderfließen würden.

Dies kann mittels verdünntem Tapetenkleister erfolgen, der mit einem breiten Pinsel dünn aufgetragen wird. Die Seidenmalfarbe kann anschließend in eine einfache Sprühflasche gefüllt und auf die getrocknete Seide aufgesprüht werden. 

 

 

        Die Reservierungstechnik.

Hier wird die Seide schrittweise von hell nach dunkel gefärbt. Nachdem eine Farbschicht getrocknet wird, werden mit dem Pinsel Muster gestaltet.

Der Pinsel wird dazu in flüssiges Wachs oder in verdünnte Gutta getaucht. Möglich ist daneben auch, mit einem Stoff- oder Papierknäuel zu arbeiten.

In die Flächen, die mit Wachs oder Gutta reserviert sind, kann keine neue Farbe eindringen, so dass hier die ursprüngliche Farbe erhalten bleibt. 

 

Weiterführende Tipps und Anleitungen zur Seidenmalerei:

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