Malen mit Wasser und Alkohol auf Seide

Infos und Anleitung zum Malen mit

Wasser und Alkohol auf Seide 

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, wie auf Seide gemalt werden kann. So können beispielsweise Motive mit dem Pinsel aufgemalt, Farbflächen mithilfe von Gutta voneinander abgrenzt oder auch die Aquarelltechnik eingesetzt werden.

Zudem gibt es eine Reihe weiterer Hilfsmittel für besondere Effekte in der Seidenmalerei, beispielsweise Wachs oder Salze. Ganz besondere Effekte entstehen jedoch auch dann, wenn mit Wasser und Alkohol auf Seide gemalt und experimentiert wird. 

 

 

Hier die wichtigsten Infos sowie eine Anleitung dazu:

 

       

Mit Wasser und Alkohol kann prinzipiell auf allen Seidenarten gemalt werden, die auch mittels der normalen Seidenmalerei gestaltet werden können.

Besonders gut eignen sich jedoch Seidentücher aus Pongé 5 oder 8. Für das Malen mit Wasser auf der Seide werden neben einem Pinsel und einem Papiertuch normale Seidenmalfarben benötigt.

Für das Malen mit Alkohol müssen die Seidenmalfarben dampffixierbar sein, bei dem Alkohol handelt es sich um 70-prozentigen Alkohol aus der Apotheke.

 

       

Das Seidentuch wird zunächst ganz nach eigenem Geschmack bemalt, beispielsweise indem zwei oder mehr Farben mittels Aquarelltechnik ineinander gemalt werden.

Anschließend müssen die aufgetragenen Farben vollständig trocknen.

 

       

Nun beginnt die eigentliche Gestaltung der Seide. Wenn mit Wasser gemalt wird, wird der Pinsel in sauberes Wasser getaucht und auf dem Papiertuch abgestreift. Dies ist deshalb wichtig, da der Pinsel nicht zu nass sein darf.

An den Stellen, über die mit dem Pinsel gestrichen wird, löst sich die Farbe an und fließt zusammen mit dem Wasser zum Rand hin. Auf diese Weise entstehen Farbflächen mit sauberen, glatten Rändern, die in der Mitte jedoch deutlich heller sind.

Befindet sich auf dem Pinsel zu viel Wasser, ist der Effekt weniger gut zu erkennen, denn es entstehen ungleichmäßige, ausgefranste Ränder und weil die Farbe wesentlich länger trocknet, füllt sich die Fläche wieder mit Farbe, wird also nicht viel heller.

 

       

Wird mit Alkohol gemalt, ergeben sich ähnliche Effekte wie mit dem Wasser, allerdings sind diese wesentlich feiner und deutlicher sichtbar.

Beim Malen mit Alkohol muss weniger auf die Menge geachtet werden, hier genügt es, wenn der Pinsel nur leicht abgestreift wird.

Da der Alkohol sehr schnell verfliegt, fließen die Farben auch bei größerer Feuchtigkeit nicht weiter zurück, lediglich die Ränder werden etwas ungleichmäßiger und laufen weniger kontrolliert aus. 

 

       

Ist das Tuch fertig gestaltet, werden die Seidenmalfarben nach dem Trocknen entsprechend der Anleitung des Herstellers fixiert.

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und Alkohol auf Seide
 

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