Farben und Seidenarten für die Seidenmalerei

Übersicht über die gängigsten Farben

und Seidenarten für die Seidenmalerei 

Die Seidenmalerei ist nicht nur ein sehr kreatives Hobby, sondern bietet auch den großen Vorteil, dass grundsätzlich eine nur sehr überschaubare Ausstattung benötigt wird.

Neben der Seide, einigen Farben sowie Malwerkzeugen kann ein Anfänger prinzipiell auf alle weiteren Hilfsmittel verzichten.

So muss er die Seide zum Bemalen beispielsweise nicht unbedingt auf einen Rahmen spannen, sondern kann sich ebenso auch mit etwas Folie als Unterlage und Klebstreifen zum Fixieren des Stoffes behelfen. Ähnliches gilt für die Pinsel. 

 

Der Handel bietet zwar spezielle Pinsel für die Seidenmalerei an, die gleiche Wirkung lässt sich jedoch auch mit jedem beliebigen, meist deutlich günstigerem Haarpinsel erzielen. Für große Farbflächen kann sogar ein Wattebausch, der mit einer Wäscheklammer gehalten wird, als Ersatz dienen. Viele Malhilfsmittel finden sich darüber hinaus in nahezu jedem Haushalt.

So können für die Salztechnik beispielsweise das ganz gewöhnliches Haushaltssalz und für die Wachstechnik eine normale Haushaltskerze verwendet werden. Weniger Abstriche sollten allerdings bei der Seide selbst sowie bei den verwendeten Farben gemacht werden, denn je hochwertiger die Qualität dieser beiden ist, desto schöner und langlebiger ist das spätere Ergebnis.

 

 

Hier die gängigsten Farben und Seidenarten für die Seidenmalerei in der Übersicht:

 

Die Farben für die Seidenmalerei

Diese gliedern sich in zwei Arten, nämlich in dampffixierbare und in bügelfixierbare Farben:

       

Dampffixierbare Seidenmalfarben zeichnen sich durch ihre intensive Leuchtkraft, ihre sehr hohe Farbbrillanz sowie ihre gute Lichtechtheit aus. Der große Nachteil liegt aber darin, dass die Fixierung recht anspruchsvoll ist.

Für Hobbymaler lohnt es sich in den meisten Fällen nicht, ein eigenes Fixiergerät anzuschaffen, da diese recht teuer sind. Die meisten Fachgeschäfte, bei denen dampffixierbare Seidenmalfarben erhältlich sind, bieten allerdings die Fixierung der Seidenmalerei gegen eine entsprechende Gebühr an.

       

Bügelfixierbare Seidenmalfarben verfügen über gute Fließeigenschaften, sind lichtecht und die bemalten Seidenteile können oft auch in der Waschmaschine gewaschen werden.

Die Qualität von dampffixierbaren Seidenmalfarben ist zwar meist etwas höher als die von bügelfixierbaren Seidenmalfarben, dafür sind letztere aber günstiger und können zudem wesentlich einfacher fixiert werden.

Um die Farben zu fixieren, reicht es nämlich aus, die bemalte Seide wenige Minuten lang auf Baumwollstufe zu bügeln.  

 

Die Seidenarten für die Seidenmalerei

Zu den gängigsten Seidenarten gehören Pongé sowie Crêpe de Chine und Crêpe Satin:

       

Für Bilder, Tücher und Schals wird meist Pongé 05, für Kleidungsstücke und andere textilen Arbeiten meist Pongé 08 oder Pongé 10 verwendet.

Die Zahl bezeichnet dabei das Stoffgewicht und je höher die Zahl ist, desto dicker, fester und strapazierfähiger ist die Seide. Für die Seidenmalerei ist dabei wichtig zu wissen, dass die Seidenfarbe umso schlechter fließt, je dicker der Seidenstoff ist.

       

Crêpe de Chine knittert kaum und ist ein Gewebe, das weich fließt. Insofern eignet sich diese Seidenart für die vielseitigsten Zwecke, angefangen bei Bildern über Tücher und Schals bis hin zu Kleidungsstücken und Heimtextilien.

Crêpe Satin hat eine glatte, glänzende Seite und eine Seite, die Crêpe de Chine ähnelt. Auch Crêpe Satin knittert kaum und ist vielseitig einsetzbar. Die Seidenfarben kommen jedoch intensiver zur Geltung als bei Crêpe de Chine.

 

Weiterführende Seidenmaltechniken, Anleitungen und Tipps: 

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