Malen auf Seide

Malen auf Seide

Für das Malen auf Seide können verschiedene Stoffe ausgewählt werden. Die kostengünstigsten und für alle Maltechniken geeigneten Seidenarten sind Pongé oder Habotaiseide, die beide sehr fein, glatt und leicht sind. Häufig wird Pongé für Textilien wie Tücher, Schals oder Kissen verwendet. Crepe Satin hat eine stark glänzende Oberseite und eine matte Unterseite, wobei die Farbe auf Satinseide weniger fließfreudig ist, dafür jedoch intensiv leuchtet.

Crepe de Chine Seide hat eine matte, leicht noppige Oberfläche, ist aber recht strapazierfähig und neigt kaum zum Knittern. Chiffon oder Georgette Seide sind sehr feine, fast transparente Seidenarten, die überwiegend mit freien Farbverläufen bemalt werden. Eine der teuersten Seidenarten ist Jaquard-Seide, in die bereits Muster eingewebt sind und die meist für Krawatten verwendet wird. Allerdings ist das Bemalen dieser Seide recht schwierig.

 

Gutta-Technik und Aquarell-Technik 

Für das Malen auf Seide gibt es grundsätzlich zwei Techniken, die Gutta-Technik und die Aquarell-Technik. Seide kennzeichnet sich unter anderem dadurch, dass sie ein fließfreudiger Stoff ist, was bedeutet, dass die aufgetragene Farbe verläuft. Um dies zu verhindern, werden die Umrisse und Konturen mit einem Trennmittel namens Gutta festgelegt, wobei Gutta dann die Funktion einer Schranke übernimmt.

Gutta kann farblos, schwarz oder in bunten Farben aufgetragen werden. Nachdem die Gutta-Linien getrocknet sind, werden die Flächen mit Farbe ausgefüllt. Etwas schwieriger gestaltet sich das Malen auf Seide mit der Aquarelltechnik. Hierbei werden keine Hilfsmittel verwendet, sondern die Farbe frei Hand aufgetragen.

 

Batiktechnik auf Seide

Je mehr Farbe aufgetragen wird, desto mehr nimmt das Fließverhalten der Seide ab. Eine weitere, sehr einfache Möglichkeit für das Malen auf Seide ist die Batiktechnik. Hierzu wird die Seide geknotet, mit Wachs betropft oder mit Schnüren umwickelt und anschließend in ein Färbebad gelegt. Dort, wo die Seide abgedeckt ist und keine Berührung mit der Farbe hat, entstehen nicht eingefärbte Stellen.

Hier ein Video zu „Malen auf Seidenstoffen“ und Batik:

 

Die Seidenmalfarben werden entweder mit Dampf oder durch Waschungen mit speziellen Zusätzen wie Salzen oder Essig fixiert. Danach ist die bemalte Seide meist farbecht und kann von Hand oder im Schonwaschgang der Waschmaschine gewaschen werden.

Mehr Tipps und Anleitungen zur Seidenmalerei und für Seidenstoffe:

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2 Gedanken zu „Malen auf Seide“

  1. Vielleicht sollte man jedoch noch erwähnen, dass Seidenmalerei ein sehr kreatives und amüsantes Hobby ist, jedoch weitaus schwieiriger und kaum vergleichbar mit dem Malen auf Papier. Aber auch hier gilt natürlich, Übung macht den Meister und für den Anfang reichen einfache Seidenqualitäten und eine Grundausstattung an Farben völlig aus.

  2. Könntet Ihr nicht vielleicht noch so eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein Seidenbild veröffentlichen? Ich würde die Seidenmalerei nämlich gerne mal ausprobieren, nur fehlt mir noch die zündende Idee…

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