Unterrock Seide

Unterrock Seide

Der Unterrock zählt zur Unterwäsche, gehört jedoch zu den Textilien, die in seiner eigentlichen Form heute eher selten getragen werden, da viele Röcke bereits gefüttert sind, wodurch ein Unterrock überflüssig wird. Die Funktion des Unterrockes, der unter einem Rock getragen wird, ist, die Körperwärme zu erhalten und den Sitz und Fall des Rockes zu verbessern, weshalb ein Unterrock in aller Regel eine glatte Oberfläche aufweist.

Früher galt der Unterrock, den adlige und gutbürgerliche Frauen in mehreren Schichten trugen, nahezu als Statussymbol. So wurden im Sommer bis zu acht, im Winter bis zu zwölf Unterröcke übereinander getragen. Zu dieser Zeit wurde der bevorzugt rote Unterrock als Kotillon bezeichnet, der oberste Unterrock als der Sittsame, la modeste, der mittlere als die Schelmische, la friponne, und der unterste als die Geheime, la secrète.

Schon früher war am Saum bestickte Seide ein beliebtes Material für den Unterrock, Seide aber auch kostengünstigere Stoffe aus Synthetikfasern werden bis heute verarbeitet. Seide wird aus den Kokons der Seidenraupen gewonnen. Die Kokons werden abgehaspelt und die Fäden zu Garnen versponnen. Zuchtseide ist sehr glatt, fein, weich und leicht, Wildseide etwas grober, leicht unregelmäßig und eher matt. Da Seide aus sehr langen Fasern besteht, kratzt und reibt sie nicht, sie ist dehnbar, reißfest und atmungsaktiv. Je nachdem wie stark die Seidenfäden verzwirnt werden, ergibt sich ein anderer Seidenstoff für den Unterrock.

Seide als Satinseide ist extrem glatt, glänzt auf der Oberseite und ist matt auf der Unterseite. Seidentaft ist etwas fester und eignet sich besonders für Stickereien. Seide neigt wenig dazu, zu knittern und ist aufgrund ihrer glatten Oberfläche von Natur aus leicht schmutzabweisend.

Daher genügt es meist, den seidenen Unterrock an der frischen Luft auszulüften und zum Glätten durch warmen Wasserdampf auf einem Bügel während des Duschens ins Badezimmer zu hängen. Das Waschen des Unterrocks erfolgt, je nach Pflegeanleitung auf dem Etikett, von Hand in kaltem bis lauwarmem Wasser, im Schonwaschgang der Waschmaschine oder in der chemischen Reinigung.  

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