Seide färben

Seide färben

Wer nicht auf fertig eingefärbte Textilien zurückgreifen möchte, kann auch selbst Seide färben. Hierzu bietet der Handel verschiedene Textilfarben, die entweder als Pulver oder als flüssige Farbe in unterschiedlichsten Farbtönen angeboten werden. Das Einfärben der Stoffe erfolgt meist unter Zugabe von etwas Essig oder Salz entweder in der Waschmaschine oder in einer Schüssel. Da Seide als Naturprodukt Farbe sehr gut aufnimmt, kann man daneben auch mit Pflanzenfarben Seide färben.

Anleitung: 

Dazu benötigt man neben der Seide einen großen Topf, ein Sieb, Alaun als Beize, Essig sowie die Pflanzen, die die Farbe liefern. Damit die Seide die Farbe aufnimmt, wird die Seide zunächst in Alaun gebeizt. Bei etwa 500g Seide werden 125g Alaun in fünf Liter Wasser aufgelöst und zusammen mit der Seide auf etwa 70 Grad erhitzt.

Wenn Wasser und Seide abgekühlt sind, wird die Seide entnommen, gespült und kann gefärbt werden. Für den eigentlichen Färbevorgang wird die Färbepflanze etwa eine halbe Stunde in wenig Wasser gekocht, der Sud durch ein Sieb geschüttet und die Seide für etwa eine Stunde eingelegt. Dabei wird die Temperatur konstant auf etwa 70 Grad gehalten und der Stoff hin und wieder bewegt. Für ein Batikmuster wird die Seide vor dem Einlegen in das Färbebad mit Schnüren umwickelt und dort, wo sich die Schnüre befinden, entstehen später weiße Streifen.

Nach dem Einfärben wird die Seide in lauwarmem Wasser ausgewaschen, wobei etwas Essig die Farben fixiert, zum Leuchten bringt und überschüssige Farbe entfernt. Je nach verwendeter Pflanze werden verschiedenste Farbtöne erzielt. Birkenblätter beispielsweise färben die Seide hellgelb, Krapp rot und Zwiebelschalen intensiv gelb.

Das Färben mit Zwiebelschalen erfolgt als so genannte Kontaktfärbung, was bedeutet, dass vorher kein Färbesud hergestellt wird, sondern die Zwiebelschalen zusammen mit der Seide gekocht werden. Für 100g gebeizte Seide verwendet man 200g Zwiebelschalen und fünf Liter Wasser. 

Weiterführende Färbtechniken und
Anleitungen für Seidenmalereien:

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