Anleitung – aus Seidenresten kleine Duftkissen nähen

Anleitung – aus Seidenresten

kleine Duftkissen nähen

(für Schrank, Handtasche,

Auto usw.)

 

Auch wenn nur frisch gewaschene Kleidung in den Kleiderschrank kommt, kann es durchaus sein, dass es im Schrank ein wenig muffig riecht. Vielleicht könnten aber auch der Schuhschrank, die Lieblingshandtasche oder das Auto einen frischen, angenehmeren Duft ganz gut gebrauchen. Ist der Winter vorbei und werden die Wintersachen verstaut, kann hier ein netter Duft ebenfalls nicht schaden.

Der Handel bietet für diese Fälle eine breite Palette an Möglichkeiten, angefangen bei klassischen Duftbäumchen über Duftsäckchen bis hin zu duftenden Holzkugeln oder Steinen. Duftkissen lassen sich aber recht einfach auch selbst herstellen. Dies macht nicht nur viel Spaß, sondern bietet auch einige Vorteile.

So eignen sich die Duftkissen hervorragend als Resteverwertung und wenn dafür auch noch Seidenreste verwendet werden, entstehen praktische und besonders edle Duftkissen. Zudem können die selbstgemachten Duftkissen mit dem Lieblingsduft angefertigt werden, wobei dann auch bekannt ist, was sich eigentlich in dem Duftkissen befindet. Nicht zuletzt sind die Duftkissen aber auch eine schöne Idee für ein kleines Mitbringsel.

Wie erwähnt sind Duftkissen recht einfach anzufertigen. Selbst denjenigen, die keine allzu erfahrenen Bastler sind oder wenig Erfahrung mit dem Nähen haben, sollten die Duftkissen problemlos gelingen. Es ist auch keine Nähmaschine notwendig, denn die kleinen Kissen werden von Hand zusammengesteppt. Selbstverständlich ist es aber möglich, die Nähmaschine einzusetzen, was vor allem dann Sinn macht, wenn gleich größere Mengen an Duftkissen angefertigt werden.

Wie nun aber aus Seidenresten kleine Duftkissen für den Schrank,
die Handtasche oder das Auto genäht werden, erklärt die folgende Anleitung:

 

Die benötigten Materialien für die seidenen Duftkissen

  • ·         Reste von Seidenstoffen
  • ·         Nähnadel und Nähgarn
  • ·         getrocknete Blüten, Kräuter oder Gewürze
  • ·         Papier

 

Aus Seidenresten kleine Duftkissen nähen – so wird’s gemacht

 

1. Die Seide zuschneiden

Als erstes müssen die Seidenreste zugeschnitten werden. Dabei können die Duftkissen in vielen verschiedenen Formen angefertigt werden, beispielsweise rechteckig, quadratisch oder rund, als Dreiecke, als Sterne oder als Herzen. Anfänger, die noch nicht sehr geübt im Nähen sind, sollten sich für den Anfang aber besser für einfache Formen entscheiden, denn gleich mit Seide und einer anspruchsvollen Form einzusteigen, dürfte zu schwierig werden.

Die gewünschte Form wird nun zuerst auf Papier aufgezeichnet und ausgeschnitten. Diese Schablone wird dann auf die Seide aufgelegt. Anschließend werden zwei gleichgroße Seidenstücke mit gut einem halben Zentimeter Nahtzugabe rundherum zurechtgeschnitten.

Wird ein sehr dünner Seidenstoff verwendet, kann er auch doppelt genommen werden. Alternativ ist möglich, die Seide mit einem anderen Stoff, beispielsweise einem einfachen Baumwollstoff, oder einem Vlies zu unterlegen.

 

2. Das Duftkissen nähen

Die beiden zurechtgeschnittenen Seidenstücke werden nun rechts auf rechts aufeinandergelegt und per Steppstich miteinander verbunden. Der Steppstich funktioniert folgendermaßen:

·         Die Nadel mit dem aufgefädelten Garn wird von hinten nach vorne durch die beiden Stofflagen gestochen. Diese Stelle ist der Ausgangspunkt.

·         Nun wird die Nadel erst nach rechts geführt und 5mm neben dem Ausgangspunkt von vorne nach hinten durch den Stoff gestochen. Danach wird die Nadel auf der Rückseite nach links geführt und 5mm links neben dem Ausgangspunkt wieder auf die Vorderseite geholt.

·         Für den nächsten Stich wird die Nadel wieder 5mm zurück nach rechts geführt, eingestochen und 10mm weiter links erneut von hinten nach vorne geholt.

·         So geht es nun immer weiter. Für jeden Stich wandert die Nadel also erst 5mm zurück nach rechts und kommt 10mm weiter links wieder auf der Vorderseite heraus.  

Das Duftkissen wird rundherum zusammengenäht. Es bleibt nur eine kleine, etwa 2cm große Öffnung zum Wenden und zum Befüllen offen. Ist das Nähen abgeschlossen, wird das Duftkissen vorsichtig auf die richtige Seite gedreht.

 

3. Das Duftkissen füllen

Damit aus dem kleinen Seidenkissen ein Duftkissen wird, muss es nun befüllt werden. Ein Klassiker unter den Füllungen für Duftkissen sind getrocknete Lavendelblüten. Das Duftkissen kann aber natürlich auch mit anderen Blüten, Kräutern oder Gewürzen wie Kamillenblüten, Muskatblüten, Lorbeer, Salbei, Pfefferminzblättern, Anis, Zimtstangen oder Lorbeer befüllt werden.

Außerdem ist es natürlich möglich, verschiedene Zutaten miteinander zu mischen. Um den Duft zu verstärken, kann auch noch etwas ätherisches Öl auf die Füllung getropft werden.

 

4. Das Duftkissen fertig stellen

Ist das Duftkissen befüllt, wird die kleine Einfüllöffnung zugenäht. Dann kann das Kissen in den Kleiderschrank, den Schuhschrank oder die Handtasche gelegt werden.

Soll das Kissen im Auto oder an einem Kleiderbügel aufgehängt werden, kann ein Stück Band zu einer Schlaufe gelegt und an das Kissen genäht werden. Die Enden des Bandes können anschließend zu einer kleinen Schleife gebunden werden.

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