Seide Japan

Seide aus Japan

Eines der edelsten und feinsten textilen Naturgewebe ist Seide, Japan produziert Seide, die sich durch eine absolut gleichmäßige und glatte Oberfläche auszeichnet. Japanische Seide, die als Oberbegriff für sehr hochwertige Naturseiden steht, ist auch unter der Bezeichnung Japanseide oder Japon bekannt und wird überwiegend für Kleidungsstücke, aber auch für Stoffe für Lampenschirme und Vorhänge verwendet.

Grundlage für die Japanseide ist Maulbeerseide, die aus den Kokons der Seidenraupen gewonnen wird. Der Name erklärt sich dadurch, dass sich die Seidenraupen in erster Linie von den Blättern des Maulbeerbaumes ernähren. Vor ihrer Verpuppung sondern die Raupen ein Sekret ab, das an der Luft erstarrt und zu einem endlosen Seidenfaden wird.

Bevor die Raupen schlüpfen, wobei sie den Seidenfaden in mehrere Stücke durchtrennen würden, werden sie in kochendheißem Wasser oder mit Wasserdampf abgetötet und die Kokons vorsichtig abgehaspelt. Je geschickter und handwerklich versierter die Seidenfäden versponnen und in Taftbindung verwoben werden, desto gleichmäßiger wird die Oberfläche der seidenen Textilien. Sehr angenehme Trageeigenschaften kennzeichnen Seide, Japan stellt überdies Seide her, die besonders glatt, fein, weich und leicht ist.

Seide hat einen fülligen Griff, fällt weichfließend und glänzt changierend. Durch das Verweben der langen Fasern kratzt oder reibt Seide nicht und als Eiweißfaser mit tierischem Ursprung, der dem Aufbau der menschlichen Haut ähnelt, kann Seide auch bei empfindlicher oder allergieanfälliger Haut getragen werden.

Seide knittert kaum, ist sehr reißfest und atmungsaktiv, kann bis zu einem Drittel ihres Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen und wirkt isolierend, was bedeutet, dass sie im Sommer kühlt und im Winter wärmt. Allerdings ist Seide empfindlich gegenüber permanenter Nässe, starker andauernder Sonneneinwirkung und aggressiven Stoffen wie Schweiß, Säuren, Parfums oder Deos.

Um die Farben aufzufrischen und der Seide Glanz und Spannkraft zu geben, kann dem Spülwasser etwas Essig beigemischt werden oder die seidenen Textilien werden vorsichtig mit einem in Essigwasser angefeuchteten Tuch abgerieben. Das Waschen der Seide erfolgt, je nach Pflegeanleitung des Herstellers, per chemischer Reinigung, im Schonwaschgang der Waschmaschine oder im Handbad.

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