Darauf kommt es beim perfekten Brautkleid wirklich an
Das Brautkleid auszusuchen, ist oft einer der emotionalsten Momente bei den Vorbereitungen auf die Hochzeit. Gleichzeitig können die Nerven schnell blank liegen. Denn zwischen Trends, falschen Kleidergrößen und Erwartungen anderer bleibt nicht selten zu wenig Raum für das, worum es eigentlich geht. Viele Frauen träumen schon, seit sie kleine Mädchen sind, von dem Augenblick, in dem sie das erste Mal im Brautkleid vor dem Spiegel stehen.

Im besten Fall ist es die berühmte Liebe auf den ersten Blick und während die Luft zum Atmen wegbleibt, schießen Tränen der Rührung in die Augen. Doch manchmal musst du gefühlt den halben Laden anprobieren und bist danach noch immer unsicher.
Denn zwischen all den Träumen aus Tüll und Seide, der Umkleidekabine und den gut gemeinten Ratschlägen anderer bist du auf der Suche nach einem Kleid, das so viel mehr ist als einfach nur schön.
Wir sagen dir, worauf es beim perfekten Brautkleid wirklich ankommt:
Inhalt
Das Bauchgefühl zählt
Am Anfang der Suche nach dem perfekten Brautkleid steht oft eine Vorstellung davon, was man tragen sollte. Vielleicht ist es das typische, romantische Prinzessinnenkleid, weil die Familie schon seit jeher davon spricht.
Möglicherweise ist es ein Kleid im Hippie-Boho-Stil, der in den sozialen Medien schwer angesagt ist. Eventuell ist es ein Brautkleid, das eine Freundin in einer Hochglanz-Illustrierten gesehen hat und das ihrer Meinung nach so gut zu dir passen würde.
Aber bei der Auswahl deines Brautkleides geht es nicht darum, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Natürlich spricht nichts dagegen, dich inspirieren zu lassen oder Kleider anzuprobieren, zu denen du eher nicht gegriffen hättest.
Doch Trends und die Meinungen anderer sind nebensächlich. Am Ende zählt, dass du dich in dem Kleid wiederfindest. Denn nur dann wird aus einem Kleid dein Kleid.
Die Passform entscheidet
Ein Brautkleid, das gut sitzt, schmeichelt der Figur. Es setzt dich in Szene und lässt dich strahlen. Das gilt unabhängig davon, in welcher Konfektionsgröße und in welchem Stil das Kleid gearbeitet ist.
Bei der Auswahl solltest du dich professionell beraten lassen, verschiedene Schnitte ausprobieren und dich auch auf ungewohnte Stile einlassen. Vertrau ruhig auf die Erfahrung und das geschulte Auge eines Brautmodenverkäufers.
Wichtig zu wissen ist, dass Brautkleider selten mit den normalen Konfektionsgrößen übereinstimmen. Viele Modelle fallen deutlich kleiner aus. Lass dich deshalb von der Zahl auf dem Etikett nicht verunsichern.
Es spielt keine Rolle, welche Größe angegeben ist. Stattdessen zählt nur, dass das Kleid sitzt.
Es kommt nicht von ungefähr, dass so gut wie jedes Brautkleid individuell angepasst wird. Das ist auch ein Grund, warum du rechtzeitig mit der Suche beginnen solltest. Experten empfehlen, das Brautkleid mindestens sechs Monate vor der Hochzeit auszusuchen. So bleibt genug Luft für Lieferzeiten, Anproben und Änderungen.

Kleid und Hochzeit sollten zusammenpassen
Bei einer legeren Hochzeit im Stil eines Sommerfestes kann ein Brautkleid aus schwerem Taft etwas seltsam wirken. Andersherum passt ein sehr modernes, luftig-leichtes Brautkleid nicht so richtig in einen barocken, pompösen Ballsaal.
Insgesamt sollte dein Kleid eine harmonische Einheit mit der Stimmung der Hochzeit bilden, also den Ort, die Jahreszeit und das Gesamtbild berücksichtigen.
Für eine lockere Feier im Freien und für die warme Jahreszeit sind leichte Stoffe wie Tüll, Organza oder Chiffon eine gute Wahl. Satin, Brokat oder Mikado hingegen wirken elegant und halten warm, selbst wenn die Temperaturen niedriger sind.
Wenn du dich in das opulente Taftkleid verliebt hast, kannst du es natürlich trotzdem bei deiner Gartenhochzeit tragen.
Nur solltest du dir eben darüber im Klaren sein, dass du ins Schwitzen kommen kannst.
Festes Budget setzen
Ein Brautkleid ist nicht nur ein ganz besonderes Kleid, sondern oft auch eines der teuersten Kleidungsstücke im Schrank. Dabei trägst du das Kleid meist nur ein einziges Mal. Aus diesem Grund solltest du dir im Vorfeld gut überlegen, wie viel dein Brautkleid maximal kosten darf.
Setze dir ein festes Budget, in dem auch Änderungen, Schuhe und Accessoires enthalten sind.
Bei der Auswahl solltest du darauf verzichten, nur mal so, einfach spaßeshalber, auch Kleider anzuprobieren, die außerhalb deines Budgets liegen. Denn die Gefahr ist groß, dass du dich ausgerechnet in ein viel zu teures Kleid verliebst.
Damit machst du es dir selbst nur unnötig schwer. Zumal es auch im unteren Preisbereich wirklich tolle Brautkleider gibt.
Nur wenige Personen mitnehmen
In den meisten Fällen wirst du dein Brautkleid nicht alleine auswählen, sondern dich zur Anprobe begleiten lassen.
Natürlich ist es schön, wenn deine Mutter, deine künftige Schwiegermutter, deine engsten Freundinnen und andere Personen diesen besonderen Moment mit dir erleben möchten. Zu viele verschiedene Meinungen sorgen am Ende aber oft nur für unnötige Verunsicherung.
Besser ist, wenn du es bei einer kleinen Gruppe belässt. Zwei, drei Personen, die dich gut kennen, dich einschätzen können und auf deine Wünsche eingehen, reichen für ein ehrliches Feedback normalerweise aus.
Eine Diskussionsrunde mit vielen Beteiligten hingegen kann den eigentlich schönen Moment in puren Stress verwandeln und zudem dein eigenes Bauchgefühl komplett überlagern.
Perfektion ist subjektiv
Ein Brautkleid muss nicht makellos sein, damit es perfekt zu dir passt. Es darf Falten werfen, wenn du dich hinsetzt, oder kann Träger haben, die hin und wieder verrutschen.
Genauso muss es kein Kleid sein, das offensichtlich ein typisches Brautkleid ist. Wenn du dich wohlfühlst, ist auch gegen ein ganz schlichtes und reduziertes Kleid nichts einzuwenden.
Ob ein Kleid perfekt ist, bemisst sich nicht nach objektiven Maßstäben. Es geht nicht darum, wie viele Lagen Tüll drapiert, wie viele Meter Spitze verarbeitet oder wie viele Pailletten und Perlen aufgenäht sind.
Unabhängig von Schnitt, Stil und Stoff hast du dann dein persönlich perfektes Kleid gefunden, wenn deine Augen strahlen, du aufrichtig lächelst und du es genießt, dich im Spiegel anzuschauen.
Und: Den Mythos vom tränenreichen Brautkleid-Moment kannst du getrost ausblenden. Es braucht kein großes Drama, wenn du für dich weißt, dass du das richtige Kleid gefunden hast.
Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:
- So findest du die perfekte Seidenstrumpfhose für dich, 2. Teil
- So findest du die perfekte Seidenstrumpfhose für dich, 1. Teil
- Stylingtipps für edle Seidenoveralls
- Stylingtipps für Spiegelhosen
- Einen Seidenpareo binden – so geht’s
- Wie nachhaltig ist Seide?
- Die wichtigsten Merkmale von natürlichen und synthetischen Textilfasern, 3. Teil
- Die wichtigsten Merkmale von natürlichen und synthetischen Textilfasern, 2. Teil
Thema: Darauf kommt es beim perfekten Brautkleid wirklich an
Übersicht:
Fachartikel
Verzeichnis
Über uns