Samt Seide

Samt Seide

Textilien aus Seide sind seit jeher sehr beliebt, da sie nicht nur edel und elegant wirken, weich und leicht sind, sondern sehr angenehme Trageeigenschaften aufweisen. So wärmen Stoffe aus Seide im Winter und kühlen im Sommer. Schon Kleopatra oder der römische Kaiser Nero ließen Rohseide importieren. Reine Seide wird in zwei Gruppen unterteilt, in Wildseide mit unregelmäßiger, noppiger Oberfläche mit Fadenverdickungen und in Seide mit einer sehr feinen, glatten Oberfläche.

Um Seide zu gewinnen, werden die Fäden, die Seidenraupen bei ihrer Verpuppung um die Kokons spinnen, abgewickelt. Diese Fäden können bis zu 1000 Meter lang sein und sind die einzige in der Natur vorkommende endlose Textilfaser. Wildseide wird gewonnen, nachdem die Raupen als Schmetterlinge ausgeschlüpft sind. Durch das Schlüpfen entsteht ein Loch im Kokon, wodurch die Fäden zerrissen sind.

Seidenchiffon ist ein sehr feiner, dünner und transparenter Stoff, während Seidentaft halbsteif ist und eine feine, matte Oberfläche hat, die auch bestickt werden kann. Bei der Pflege ist wichtig, dass Seide immer nur lauwarm oder kalt und vorsichtig gewaschen wird, da nasse Seide empfindlich ist. Daneben wird Samt Seide gewebt, wobei heutige Samtstoffe häufig auch anstatt aus Seidenfasern aus einer Baumwolle-Viskose-Mischung hergestellt werden. Samt zeichnet sich durch seine weiche, anschmiegsame und wärmende Textur aus.

Beim Weben von Samt wird ein zweiter Schuss- oder Kettfaden eingearbeitet, dessen Schlaufen nach dem Aufschneiden den charakteristischen Faserflor auf der Stoffoberseite bilden. Diese Fäden der Flordecke stehen etwa zwei bis drei Millimeter senkrecht hoch.

 

Pannesamt 

Der glänzende Pannesamt entsteht durch Pressen oder Flachbügeln und wird für Kleidung, Accessoires oder Dekorationen verwendet. Besonders in der Abend- und Brautmode findet sich häufig eine Mischung aus Seide und Samt. Hierbei ist beispielsweise das Oberteil aus Samt, Seide wird für den Rockteil verwendet.

Im Zusammenhang mit Samt und Seide wird häufig die Stadt Krefeld genannt, die zwischen dem 17. und dem 20. Jahrhundert das europäische Zentrum für die Herstellung kostbarer Seiden- und Samtstoffe war und daher mit dem Beinamen Samt- und Seidenstadt bezeichnet wurde.

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