Indische Seide

Indische Seide

Indische Seide blickt auf eine lange Geschichte zurück und ist in ihrer Herstellung bis heute recht traditionell geblieben. Dadurch erklärt sich auch, dass die Indische Seide recht fest und stabil ist und dadurch, dass sie von Hand gesponnen und gewebt wird, eine leicht unregelmäßige und noppige Oberfläche, Fadenverdickungen oder auch Farb- und Webansätze aufweist. In Indien wird Dupion-Seide und Bourette-Seide hergestellt.

Züchtet der Seidenhersteller die Seidenraupen selbst, beginnt die Seidenherstellung mit der Aufzucht der Seidenraupen. Diese schlüpfen aus Eiern und werden für etwa 25 bis 27 Tage im Drei-Stunden-Takt mit Blättern des Maulbeerbaumes gefüttert.

Danach beginnt die Verpuppung im Freien, geschützt durch ein Dach oder kurzzeitig auch in der Sonne, wobei die Verpuppung etwa 30 Tage dauert und nur etwa 60-80% der Raupen dieses Stadium erreichen. Um die Seidenfäden zu gewinnen, werden die Kokons in kochendem Wasser so lange gerührt, bis sich die Fäden lösen. Die abgelösten Fäden werden auf Spulen aufgewickelt und dienen zur Herstellung von Dupion-Seide, die auch als Rohseide bezeichnet wird.

Die Reste, die hiervon übrig bleiben, werden zu Bourette-Seide, oder auch Wildseide, verwendet, die Raupen werden gepresst und als Öl in der Kosmetikindustrie benutzt. Die Fäden werden über Holzkohle getrocknet und anschließend gebleicht, wodurch nicht nur die grünlichgelbe Farbe verloren geht, sondern die Seide geschmeidig und schimmernd glänzend wird.

 

Eigenschaften der Seide

Um die Seidenfäden zu färben, werden die Stränge auf Holzstangen in Farbbäder über offenem Feuer getaucht und hin und wieder bewegt, um eine gleichmäßige Färbung zu erzielen. Aus den einzelnen Fäden, die zu Garnen versponnen werden, werden von Hand Stoffe gewebt, die zu Kleidungsstücken und anderen Textilien weiterverarbeitet werden.

Um die besonderen Eigenschaften der Seide, wie ihre gute Isolationsfähigkeit, ihre geringe Knitterneigung oder ihre edle, seidig glänzende Optik zu erhalten, bedarf Seide besonderer, schonender Pflege mit lauwarmem Wasser und speziellen Waschmitteln.

Das besondere an indischer Seide ist, dass man diese auf Leinen mit Dampf bügeln kann. 

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