Seidenstrümpfe

Seidenstrümpfe

Im Sprachgebrauch werden die Begriffe Strümpfe und Socken häufig als Synonyme verwendet, allerdings unterscheiden sie sich in der Länge, was bedeutet, dass Socken kurz und Strümpfe länger sind. Seidenstrümpfe sind Textilien, die Fuß und Bein bedecken und als Kniestrümpfe für Herren bis hin zu sehr langen, fast bis zum Gesäß reichenden Strümpfen für Damen angeboten werden.

Diese Seidenstrümpfe werden als halterlose Strümpfe, als Strümpfe mit Strumpfband oder befestigt an einem Strumpfhalter getragen. Früher wurden Strümpfe grundsätzlich aus Seide gefertigt und insbesondere als Herrenbekleidung häufig mit einem Sockenhalter fixiert. Heute werden Strümpfe ebenfalls auch Seide gefertigt, daneben kommen jedoch auch Baumwolle und Wolle oder gemischte Stoffe aus Baumwolle oder Wolle mit Seide sowie einem geringen Elastahnanteil, der das Ausleiern verhindern soll, zum Einsatz.

Seide ist eine sehr edle und wertvolle Naturfaser, die aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen wird. Die Kokons werden abgehaspelt, die sehr feinen und dünnen Fäden gereinigt und zu Rohseidenfäden verzwirnt. Seide ist sehr weich und leicht, reißfest und dehnbar. Zudem kann Seide bis zu einem Drittel ihres Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ist atmungsaktiv, wärmt im Winter und kühlt im Sommer. Durch die sehr langen Fasern reibt und kratzt Seide nicht und ist durch ihren hautähnlichen Aufbau auch für Allergiker geeignet. Die glänzende Zuchtseide ist sehr glatt und gleichmäßig, Wildseide etwas grober, unregelmäßiger und eher matt.

Allerdings ist Seide in ihrer Pflege etwas anspruchsvoller und in nassem Zustand sowie gegenüber Schweiß und starker Sonneneinstrahlung empfindlich. So wird Seide nur kalt bis lauwarm gewaschen, nicht geschleudert und nicht ausgewrungen. Moderne, hochwertige Strümpfe werden daher häufig aus Seide mit Baumwolle oder Seide mit Wolle gemischt hergestellt. Diese Mischungen sind auch für Allergiker und bei empfindlicher Haut geeignet und vereinen den edlen Glanz und die Weichheit der Seide mit den unempfindlicheren, wärmenden Eigenschaften der Baumwolle oder Wolle.

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