Seide Preis

Seide Preis

Seide zählt nach wie vor zu den edelsten und wertvollsten Textilien, auch wenn der Seide Preis heute nicht mehr, wie in vergangenen Zeiten, dem Preis von Gold entspricht. Den Rohstoff für die Seide liefern die Seidenraupenraupen, wobei allein deren Aufzucht aufwendig und zeitintensiv ist.

Die Raupen schlüpfen aus Eiern und brauchen etwa 30 Tage bis sie ausgewaschen und Spinnreif sind. Während ihrer Wachstumsphase müssen die Raupen im Drei-Stunden-Takt mit Blättern des Maulbeerbaumes gefüttert werden, aber nur 60 bis 80 Prozent erreichen das Stadium, in dem sie etwa so groß und dick wie ein Zeigefinger sind. Die Raupen sondern ein Sekret ab, das an der Luft erstarrt und einen endlosen Seidenfaden bildet, aus dem der Kokon besteht.

Zehn Tage nach Fertigstellung des Kokons werden die Raupen in kochendem Wasser oder durch Wasserdampf abgetötet, damit sie nicht schlüpfen und dadurch den Seidenfaden in Stücke durchtrennen. Eine Ausnahme bildet hier die Wildseide, die nach dem Schlüpfen der Raupen gewonnen wird, wobei Wildseide etwas grober und unregelmäßiger ist, weniger glänzt, dafür jedoch unempfindlicher ist als Zuchtseide. Die einzelnen Fäden werden gereinigt, zu Rohseidenfäden versponnen und, meist von Hand, zu Textilien verwoben.

Seide besteht aus Eiweißfasern, die dem Aufbau der menschlichen Haut sehr nahe kommen. Somit können auch Allergiker oder Menschen mit empfindlicher und beanspruchter Haut auf Seide zurückgreifen, Seide reguliert optimal die Feuchtigkeit, wirkt isolierend, ist extrem reißfest, elastisch und knittert kaum.

Durch die sehr langen Fasern kratzt oder reibt Seide nicht und zeichnet sich durch ihren besonderen Glanz, den Weichfließenden Fall und den fülligen Griff aus. Der Seide Preis richtet sich in erster Linie nach der Qualität und dem Gewicht der Seide.

Das Gewicht der Seide wird in so genannten Mommen gemessen, eine Momme entspricht einem Gewicht von 4,306g pro Quadratmeter und ein Seidenstoff als beispielsweise Pongé 5 wiegt 5 Mommen. Für die Pflege der feinen, weichen und leichten Seide ist der Pflegehinweis des Herstellers maßgeblich, meist müssen Seidenstoffe jedoch weniger oft gewaschen werden, da die glatte Oberfläche der Seide von Natur aus leicht schmutzabweisend ist und kaum Gerüche aufnimmt.

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Kommentare (1)

GeraldFebruar 5th, 2013 at 12:24

Ach, so teuer finde ich Seide gar nicht. Leinen und andere Naturstoffe sind im Vergleich dazu auch nicht viel billiger, obwohl die Aufzucht usw. entfällt und auch die Ernte nicht ganz so kompliziert ist.

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