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Reine Seide 

Reine Seide ist die edelste und feinste natürliche Textilfaser, die durch leichte Unregelmäßigkeiten in der Farbe, Fadenverdickungen oder eine noppige Struktur charakterisiert ist. Dabei besteht der Seidenfaden, der durch das Abhaspeln, also das Abwickeln der Fäden gewonnen wird, die verschiedene Seidenspinnerraupen bei der Verpuppung um ihre Kokons wickeln, aus Fibroin und Serizin.

Das Fibroin ist die eigentliche Fasersubstanz, das Serizin ist das Mittel, mit dem die Raupe die Fasern verklebt und wird auch als Seidenleim oder Seidenbast bezeichnet. Die reine Seide wird gewaschen, wodurch das Serizin entfernt wird und die Faser weiß und weich wird und ihren charakteristischen Seidenglanz erhält.

Die Naturseide teilt sich in mehrere Qualitäten, wobei die Seidenraupen unter besonderen Bedingungen gehalten werden müssen, damit hochwertige Seide entsteht. Die edelste Seide, die aus den bis zu 1000m langen Fäden der Kokons von Seidenspinnerraupen, die sich überwiegend von Blättern des Maulbeerbaumes ernähren, gewonnen wird, wird als Haspelseide oder Maulbeerseide bezeichnet. Seidenfasern, aus denen nach einem Kammspinnverfahren feine, glatte Garne entstehen, werden als Spun-Silk bezeichnet.

 

Bourette-Seide

Eine weitere Art von reiner Seide ist Bourette-Seide. Diese wird aus den kurzen Seidenfasern hergestellt, die bei der Gewinnung der Spun-Silk anfallen und durch ein Streichgarnspinnverfahren zu unregelmäßigen, noppigen Garnen weiterverarbeitet. Stoffe und Textilien aus Bourette-Seide sind sehr beliebt, da sie sehr angenehm zu tragen und verhältnismäßig unkompliziert zu pflegen sind.

 

Pflegetipps für Seidentextilien

Grundsätzlich erfordert reine Seide etwas intensivere Pflege, wobei es einige Pflegetipps gibt, die ermöglichen, die Seidentextilien auch zu Hause zu waschen und zu pflegen. Prinzipiell gilt, dass Seide immer nur kalt oder lauwarm und mit Seife oder speziellem Waschmittel für Seide gewaschen wird. Um Seifenreste zu entfernen, kann dem kalten Spülwasser etwas Essig beigemischt werden.

Die Seidentextilien werden vorsichtig ausgedrückt oder in ein Handtuch gewickelt und in feuchtem Zustand in Form gezogen. Eine Wäsche in der Waschmaschine ist dann möglich, wenn diese über ein spezielles Waschprogramm für Seide oder ein Schonprogramm verfügt. Beim Bügeln wird der feuchte Stoff auf die linke Seite gedreht und die Temperatur mäßig warm eingestellt.   

Weiterführende Ratgeber und Tipps für Seidenstoffe: 

 


 
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