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Seide Farmen

Einer der edelsten und nach wie vor kostbarsten, natürlichen Stoffe ist Seide, Farmen stellen sie nach wie vor auf recht traditionelle Art und Weise her. Die Herstellung der Seide beginnt mit der Zucht der Seidenraupen. Aus den Eiern des Maulbeerspinners schlüpfen kleine, etwa zwei bis drei Millimeter große, zunächst Schwarzbehaarte Raupen, die sich ausschließlich von den Blättern des Maulbeerbaumes ernähren.

Nach etwa drei Tagen werden die Raupen weiß und häuten sich das erste Mal. Im Verlauf der folgenden vier Wochen häuten sich die Raupen noch weitere drei Mal und fressen unermüdlich weiter, bis sie als ausgewachsene Raupen etwa so lang und so dick sind wie ein Zeigefinger. Allerdings sind die Raupen recht empfindlich, so dass der Raupenzüchter viel Arbeit und Zeit investieren muss, damit die Raupen dieses Stadium überhaupt erreichen.

Die Seidenspinnerraupen verpuppen sich,  wozu sie einen Faden um sich herum spinnen. Dieser Faden besteht aus einem Sekret, das an der Luft erstarrt und das den Kokon bildet. Nun beginnt der zweite wichtige Arbeitsschritt der Seide Farmen. Um zu verhindern, dass die Seidenraupen schlüpfen und dabei ein Loch in den Kokon fressen, wodurch sie den endlosen, wertvollen Seidenfaden zerstören würden, werden die Raupen in kochendheißem Wasser oder durch Wasserdampf abgetötet.

Die Kokons werden abgehaspelt und, je nach gewünschter Seidenart, mehrere der Fäden zu Rohseidenfäden zusammengefasst. Allerdings sind die Seidenfäden jetzt noch gelblich und von Seidenbast umgeben, den die Raupen zum Verkleben benutzt haben.

Die Seidenfäden werden in Seifenwasser gekocht, wodurch sich der Leim löst und die Fäden reinweiß, weich und geschmeidig werden. Um dem Gewichtsverlust entgegenzuwirken, wird die Seide teilweise in Metallsalzlösungen getaucht, danach kann die Seide eingefärbt werden.

Die Seidenfäden werden zu Stoffen verwoben, je geschickter und fingerfertiger die Weberin ist, desto glatter und regelmäßiger wird die Seide. Textilien aus Seide sind sehr weich und leicht, glänzen changierend und bringen angenehmste Trageeigenschaften mit. Allerdings verlangt die Seide nach einer anspruchsvollen Pflege und wird nur in kaltem bis lauwarmem Wasser, am besten von Hand gewaschen. 

Mehr Tipps und Anleitungen zur Seidenmalerei und für Seidenstoffe:

 


 
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