Seidenstoffe für Gardinen – Vorhänge

Tipps zu Seidenstoffen für Gardinen und Vorhänge 

Räume, die überwiegend mit natürlichen Werkstoffen und Materialien eingerichtet sind, wirken in aller Regel harmonisch und heimelig und Räume, die mit Holzmöbeln und Naturtextilien ausgestattet sind, erzeugen eine sehr viel wärmere und gemütlichere Atmosphäre als Räume, in denen Stahl, Chrom und Glas dominieren.

In eine solche harmonische Umgebung bettet sich auch Seide ideal ein, allerdings sind nicht alle Seidenstoffe für die Verwendung als Gardine oder Vorhang geeignet. 

 

 

Dies liegt daran, dass Naturseide empfindlich auf permanente, direkte Sonnenstrahlung reagiert und die UV-Strahlen bewirken mit der Zeit, dass die Seide vergilbt und brüchig wird.

Wie empfindlich die Seide auf die Sonne reagiert, hängt davon ab, um welche Seidensorte es sich handelt, wie die Seide gewebt ist, welche Dichte und welches Gewicht der Stoff aufweist und auch wie intensiv die Sonneneinstrahlung ist.

Als Grundregel gilt, dass dicht gewebte, recht dicke Seidenstoffe sowie Wildseiden unempfindlicher sind als dünne, nahezu transparente Seidenarten. Möglich ist zudem, die Seide zu schützen und den Fensterbehang langlebiger zu machen, indem der Seidenstoff doppelt oder ein unempfindliches Gewebe als Außenseite verarbeitet wird.

 

 

Hier nun einige Tipps und Empfehlungen zu Seidenstoffen,
die bedenkenlos für Gardinen und Vorhänge benutzt werden können:

 

       

Bouretteseiden eignen sich sehr gut für Gardinen und Vorhänge, wobei die Stoffe je nach Herkunft und Webart sehr feine bis hin zu rustikale Strukturen aufweisen. Bourette 22 ist verhältnismäßig leicht und lässt durch die luftige Webart viel Licht in den Raum.

Die etwas schwerere Bourette 34 ist hell und hat eine Oberfläche, die sich durch feine Noppen kennzeichnet. Da der Seidenleim nicht vollständig ausgewaschen ist, ist der Seidenstoff recht lichtbeständig.

Als rohe Bourette 34 hat der Stoff einen gelb-bräunlichen Farbton und eine etwas gröbere Struktur. Bourette 41 kennzeichnet sich durch die nahezu glatte Oberfläche und einen hellen, elfenbeinfarbigen Ton.

 

       

Tussah-Seiden aus Indien sind sehr edel und kostbar. Ihr besonderes Muster entsteht dadurch, dass immer im Wechsel mit einem hellen und einem dunkleren Seidengarn gewebt wird und so erinnert das Aussehen an die Maserung von Holz.

Da der Stoff recht dicht gewebt ist, zeigt er sich, wie alle Wildseiden, unempfindlich gegenüber UV-Strahlen.

 

       

Seidenorganza kombiniert die Lichtbeständigkeit der Wildseide mit der luftig-leichten Transparenz von Pongé-Seide.

Seidenorganza enthält einen Rest an Seidenleim, wodurch der Stoff zwar weniger glänzt, dafür jedoch deutlich lichtbeständiger ist. Für Gardinen und Vorhänge eignen sich insbesondere Seidenorganza 5,5 in Weiß oder Elfenbein sowie auch Organza-Satin.

 

       

Seidenmischungen bieten sich vor allem für Südfenster an, da hierdurch der edle Seidenstoff mit unempfindlicheren Materialien wie Baumwolle kombiniert wird.

Gardinen und Vorhänge können so beispielsweise aus Batist genäht werden, dessen Baumwollanteil bei rund 70 Prozent liegt.

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