Rezept und Anleitung für Seidenseife

Rezept und Anleitung für selbstgemachte Seidenseife 

Seide wird als Zusatzstoff in zahlreichen Kosmetik- und Pflegemitteln verwendet. In Duschbädern, Badezusätzen oder Haarshampoos beispielsweise bewirkt die Seide ein angenehm seidiges Hautgefühl, als sogenannte flüssige Seide sorgt sie auch bei sehr trockenen oder widerspenstigen Haaren für einen tollen Glanz und leichte Kämmbarkeit.

Neben diesen Produkten, bei denen es sich in aller Regel um Produkte mit chemischen Zusätzen handelt, gibt es auch Seidenseife als Naturprodukt.  

 

Seidenseife sorgt für eine seidigweiche, zarte Haut, beeinflusst den Feuchtigkeitshaushalt positiv, reinigt die Haut auf sanfte Weise und wird sehr gerne für die Gesichtspflege verwendet. Als Naturprodukt ist Seidenseife auch bei empfindlicher oder zu Allergien neigender Haut geeignet.

Angeboten wird Seidenseife in unterschiedlichen Varianten, mit und ohne Duftstoffe, bunt eingefärbt und in unterschiedlichen Größen und Formaten. Wer nicht auf eine Seidenseife aus dem Geschäft zurückgreifen möchte, kann sich seine ganz persönliche Seidenseife aber auch selbst herstellen.

Dies ist zwar etwas aufwändiger, bietet aber den Vorteil, dass beispielsweise die Pflegeöle und die Duftstoffe ganz nach dem persönlichen Geschmack ausgewählt werden können. Zudem hält sich selbstgemachte Seife sehr lange, so dass durchaus auch größere Mengen angefertigt und beispielsweise als kleine Mitbringsel verschenkt werden können.

 

 

Hier nun also ein Rezept und eine Anleitung für selbstgemachte Seidenseife: 

 

Inhaltsstoffe und Hilfsmittel für die Seidenseife

Für die Seidenseife werden benötigt:

·         750ml Kokosöl

·         1kg Sheabutter

·         250ml Reis-, Palm- oder Olivenöl

·         150g Kakaobutter

·         250g Ätznatron (NaOH)

·         450ml destilliertes Wasser

·         Pflegeöle und Duftstoffe nach Wunsch und Geschmack; möglich hierbei sind beispielsweise Mandelöl, Avocadoöl, Jojobaöl, Rosenöl, Geranienöl, Ylang Ylang, Patchouli, Lavendelöl, Orangenöl, Zitronenöl, Avocadoöl, Minzöl oder auch natürliches Bienenwachs

·         20g Rohseide; die Naturseide wird in feine Fasern geschnitten

·         Farbpigmente und Blütenblätter oder Kräuter nach Wunsch 

 

Für die eigentliche Herstellung der Seife kommen zum Einsatz:

·         Schutzbrille, Atemschutzmaske, Handschuhe, Kittel oder älteres Kleidungsstück 

·         Edelstahltopf mit mindestens 2l Inhalt; Kupfer- oder Aluminiumtöpfe sind nicht geeignet

·         Gefäß für die Natronlauge

·         Waage und Thermometer

·         Holzlöffel und Stabmixer

·         Formen für die Seife; hierbei eignen sich Kunststoffformen, Kunststoffverpackungen, Silikonformen oder kleine Holzkisten, Metallformen müssen mit Kunststofffolie ausgelegt werden 

 

Anleitung für die Seidenseife

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Zuerst wird aus dem destillierten Wasser und dem Ätznatron eine Natronlauge hergestellt. Dazu wird das Wasser in ein Gefäß gefüllt und das Ätznatron vorsichtig mit einem Holzlöffel eingerührt.

Wichtig dabei ist, Handschuhe sowie eine Atemschutzmaske zu tragen und wirklich sehr vorsichtig zu arbeiten. Am besten ist es, wenn die Natronlauge im Freien angerührt werden kann. Ist dies nicht möglich, muss der Raum sehr gut gelüftet werden.

Die Reihenfolge bei der Herstellung muss immer sein, dass das Natron in das Wasser gegeben wird, niemals umgekehrt! Im Zuge der chemischen Reaktion wird die Lauge sehr heiß. Die fertig angerührte Natronlauge wird daher zum Abkühlen nun zur Seite gestellt.

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Im nächsten Schritt werden die Shea- und die Kakaobutter sowie die beiden Öle in einem Topf langsam erhitzt. Hat die Mischung eine Temperatur von etwa 55 bis 60°C erreicht, wird die Natronlauge langsam und unter Rühren hinzugefügt.

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Nun wird die Mischung zuerst etwa zehn Minuten lang ständig mit dem Holzlöffel umgerührt. Danach wird mit dem Stabmixer weitergearbeitet. Dazu wird immer in kurzen Intervallen gerührt, bis die Mischung eine puddingähnliche Konsistenz erreicht hat.

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Jetzt werden die übrigen Zutaten recht zügig eingearbeitet. Welche Pflegeöle und Duftstoffe eingearbeitet werden, bleibt dabei natürlich dem eigenen Geschmack überlassen. Insgesamt sollten jedoch nicht zu viele unterschiedliche Öle eingearbeitet werden, als Richtlinie gelten zwei bis drei Öle oder Duftstoffe.

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Die Seide wird in feine Streifen geschnitten und ebenfalls eingerührt. Für die Seidenseife können alle naturbelassenen Seidenarten verwendet werden, sehr gut geeignet ist dabei aber Tussah-Seide.

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Ob und welche Farbpigmente hinzugefügt werden, ist ebenfalls Geschmacksache. Für optische Akzente können jedoch anstelle von Farbpigmenten auch Rosenblätter, anderen Blütenblätter oder Kräuter eingearbeitet werden.

Die Blätter können dabei entweder geschnitten in die Seifenmasse eingerührt werden oder als ganze Blätter in die Seifenformen gelegt werden.

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Die Seifenmasse wird anschließend in die vorbereiteten Formen gegossen und zugedeckt. Wichtig dabei ist, dass die Formen sicher verschlossen und vollständig abgedeckt sind. Dann muss die Masse 24 Stunden lang aushärten.

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Nach 24 Stunden wird die Seidenseife aus der Form gelöst und, je nach verwendeten Formen und sofern gewünscht, in kleinere Stücke geschnitten. Danach muss die Seife etwa acht Wochen lang reifen.

Seidenseife ist eine sehr pflegende Seife mit einem cremigen, seidigen Schaum. Die Seidenseife sollte aber immer kühl und trocken aufbewahrt werden und keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sein. Außerdem sollte Seidenseife in einer entsprechenden Seifenschale liegen, damit die Seife nach dem Benutzen abtrocknen kann.

 

Weiterführende Anleitungen und Tipps für Seide:

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