Grundanleitung Shibori-Technik

Grundanleitung für die Shibori-Technik 

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, um Seide zu gestalten. Eine dieser Möglichkeiten ist die Shibori-Technik, bei der es sich um eine sehr alte Technik aus Japan handelt.

Traditionell war die Shibori-Technik in ein Zeremoniell eingebettet und den entstehenden Mustern waren bestimmte symbolische Aussagen zugeordnet.

Die Shibori-Technik eignet sich vor allem für Tücher und Schals und führt zu interessanten Mustern mit sanften Farbverläufen und Streifenmustern.  

 

 

Hier die Grundanleitung:

 

       

Das wichtigste Hilfsmittel für die Shibori-Technik ist ein Rohr, dessen Umfang etwas kleiner sein sollte als die Breite der Seide.

Aus welchem Material das Rohr besteht, ist dabei weniger von Bedeutung, es kann also beispielsweise aus Kunststoff oder auch aus Pappe bestehen.

Um zu verhindern, dass das Rohr später durch die Farbe aufweicht wird oder das Ergebnis anderweitig beeinflusst, wird das Rohr zuerst mit Alufolie und anschließend mit Klebeband umwickelt.

 

       

Nun wird die Seide als Schlauch um das Rohr gestülpt. Dazu wird die Seide um das Rohr gelegt und mit Heftstichen fixiert.

Die Heftstiche müssen dabei nicht allzu genau sein, wichtig ist aber, dass die Seide sicher zusammenhält und stramm sitzt. Dann wird die Seide so eng wie möglich auf dem Rohr zusammengeschoben.

 

       

Jetzt kann die Gestaltung beginnen. Dazu wird die Seide angefeuchtet und anschließend werden dampffixierbare Seidenmalfarben mit einer Pipette, einem Pinsel, einem Schwamm oder auch direkt aus der Flasche aufgetragen.

Zu beachten gilt dabei, dass sich die Farben miteinander vermischen und ineinander laufen, so dass die Farbauswahl entsprechend harmonisch aufeinander abgestimmt erfolgen sollte.

Die Seide muss während des Farbauftrags immer gleichmäßig feucht bleiben, sollte bei Bedarf also erneut mit etwas Wasser besprüht werden. Ist der Farbauftrag fertig, wird kontrolliert, ob tatsächlich alle Falten eingefärbt sind. Ist dies nicht der Fall, wird erneut Farbe aufgetragen.

 

       

Danach muss die Seide trocknen, was etwa zwei Tage lang dauert. Das Rohr wird dazu senkrecht aufgestellt und am nächsten Tag umgedreht. Nach dem Trocknen werden die Heftnähte gelöst und die Seide abgenommen.

Erst jetzt wird das Ergebnis sichtbar und die Farben können wie gewohnt fixiert werden. Sofern nur Farbverläufe gewünscht sind, kann die Seide auch noch feucht von der Rolle genommen werden. In diesem Fall entstehen nur Farbverläufe, jedoch ohne zusätzliches Streifenmuster.

Mehr Anleitungen und Tipps zu Seidenstoffen und Seidenmalerei:

Thema: Grundanleitung für die Shibori-Technik  

Kommentare

Kommentare