Bilder mit fließender Seide

Anleitung für Bilder mit fließender Seide 

Seide gehört zu den kostbarsten Stoffen überhaupt und zu ihren wesentlichen Merkmalen gehört der weiche und sanft fließende Fall.

Üblicherweise wird Seide vor dem Bemalen und Gestalten straff gespannt, allerdings können gerade der Fall und das Fleißverhalten der Seide als künstlerische Mittel eingesetzt werden.  

 

 

Hier also eine Anleitung für Bilder mit fließender Seide:

 

       

Neben Seide und Seidenmalfarben werden eine Mikrowelle, Essig, Mikrowellengeschirr mit Deckel, Handschuhe, Sprühkleber und etwas Plastikfolie benötigt.

       

Zuerst sollte die Arbeitsfläche mit der Plastikfolie abgedeckt werden, damit der Untergrund vor ungewünschten Farbspritzern geschützt ist. Wird ein Seidentuch gestaltet, das mit einem Etikett versehen ist, sollte dieses Etikett entfernt werden.

Nun wird der Essig in eine Schüssel gefüllt, die groß genug sein muss, um den gesamten Stoff in den Essig eintauchen zu können.

Dann wird die Seide vollständig in den Essig getaucht und der Stoff anschließend vorsichtig wieder ausgedrückt.

       

Jetzt wird die Seide farbig gestaltet. Dazu wird sie locker auf die Folie gelegt und ganz nach Lust und Laune gerafft und geformt.

Wichtig ist, dass die Seide nicht glatt auf der Arbeitsfläche liegt, sondern Falten mit Bergen und Tälern entstehen. Die Seidenmalfarbe wird nun auf die Seide geträufelt.

Ratsam ist, nicht mehr als vier Farbtöne zu verwenden, da die entstehenden Muster ansonsten zu unruhig wirken.

       

Ist die Vorderseite fertig, wird der Stoff umgedreht und auch die Rückseite mit Farbe beträufelt, bis alle weißen Stellen auf der Seide abgedeckt sind.

       

Zum Fixieren der Farben wird die Seide in mikrowellengeeignetes Geschirr mit entsprechendem Deckel gelegt. Bei 600 Watt verbleibt die Seide nun für etwa vier Minuten in der Mikrowelle.

       

Danach wird die Seide, die jetzt allerdings heiß ist, vorsichtig aus dem Geschirr genommen und unter warmem Wasser ausgespült. Anschließend wird die Seide vorsichtig ausgedrückt und mithilfe des Bügeleisens trocken gebügelt.

       

Nun wird die Seide auf dem Bild drapiert. Als Untergrund eignen sich beispielsweise eine Leinwand, Malkarton oder ein anderes Seidenbild, jeweils ganz nach Lust und Laune aufwändig oder schlicht gestaltet.

An den Stellen, an denen die Seide befestigt wird, wird eine dünne Schicht Sprühkleber aufgetragen.

Anschließend wird die Seide weich fließend auf dem Bild positioniert, wobei sie auch hier wieder wie beim Bemalen gerafft und in Falten gelegt wird. Anschließend wird der Stoff erneut mit Sprühkleber fixiert. Auf diese Weise behält die Seide durch den ausgehärteten Kleber ihre Form.

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