Anleitung – Krawatten und Tücher aus Seide bedrucken

Anleitung: Krawatten und Tücher aus Seide bedrucken 

Krawatten und Tücher aus Seide gehören zu den absoluten Klassikern unter den Geschenken und landen regelmäßig auf dem Gabentisch zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Dabei gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie Seidenkrawatten und Seidentücher individuell gestaltet werden können.

So ist es beispielsweise möglich, verschiedene Techniken der Seidenmalerei anzuwenden, um die Seide mit schönen Mustern oder dekorativen Bildern zu verzieren. 

Eine andere Möglichkeit wäre, die Seidenmalerei mit der Serviettentechnik zu kombinieren und so echte Unikate und Designerstücke anzufertigen. Genauso lässt sich Seide aber auch bedrucken. Dazu können die Seidenmalfarben entweder unverändert oder mit einem Verdickungsmittel leicht angedickt auf unterschiedlichste Stempel aufgetragen werden.

Die Stempel werden anschließend in Form von dekorativen Mustern oder Ornamenten auf die Seide gedrückt, wobei die Seide als solches ganz schlicht und einfach belassen oder mit einer Hintergrundbemalung ausgestattet sein kann.

Die folgende Anleitung stellt nun aber noch eine weitere Technik vor, mit deren Hilfe sich Krawatten und Tücher aus Seide bedrucken lassen. Diese Technik ist an den Monotypie-Druck angelehnt und verbindet die Drucktechnik mit der klassischen Seidenmalerei. Dabei lässt sich die Technik sehr einfach umsetzen, so dass auch Anfänger im Handumdrehen individuelle kleine Kunstwerke erschaffen können.  

 

Das wird benötigt:

·         Krawatten oder Tücher aus Seide Pongé 08
·         bügelfixierbare Stoffmalfarben
·         bügelfixierbare Seidenmalfarben
·         Folie
·         Pinsel und etwas in Streifen geschnittener oder gerissener Pappkarton
·         Bügeleisen 

 

Krawatten und Tücher aus Seide bedrucken – die Anleitung

Bei dieser Technik dient die Folie als eigentliche Malfläche. Auf die Folie wird ein Muster gemalt, das dann auf die Seide übertragen wird. Durch den Übertrag ist die Seide in mehrere kleine Flächen eingeteilt, die anschließend wie gewünscht ausgemalt werden können. Anstelle von Folie eignet sich für den Monotypie-Druck aber auch eine Glasplatte als Malfläche.

 

Das Gestalten der Krawatten oder Tücher gliedert sich nun in drei Arbeitsschritte: 

 

1. Das Grundmuster auf die Seide drucken

Zuerst wird die Folie auf der Arbeitsfläche ausgebreitet. Im Idealfall ist die Folie dabei etwas größer als die Krawatte oder das Tuch, weil so die gesamte Seidenfläche in einem Arbeitsgang bedruckt werden kann. Nun wird die Stoffmalfarbe in eher großzügigen Tropfen auf die Folie gegeben und mit einem Streifen aus Pappkarton zu einem Muster verteilt.

Dabei darf das Muster durchaus ungleichmäßig und unregelmäßig sein, denn je mehr unterschiedlich dicke und dünne Linien entstehen, desto lebendiger wird das spätere Muster auf der Seide. Das Gestalten des Musters muss allerdings recht zügig passieren, denn die Stoffmalfarbe darf keinesfalls auf der Folie antrocknen. Würde dies geschehen, wäre ein Übertrag auf die Seide nicht mehr möglich.

Ist das Muster fertig, wird die Seide nun mit der späteren Vorderseite nach unten auf die Folie gelegt und vorsichtig angedrückt. Dadurch überträgt sich das Muster auf der Folie auf die Seide. Wichtig ist aber, die Seide wirklich nur leicht anzudrücken, damit das Muster nicht versehentlich verwischt wird. Anschließend wird die Seide wieder abgenommen und nun muss die Stoffmalfarbe trocknen.

Wer möchte, kann dann ein weiteres Muster mit Stoffmalfarbe in einer anderen Farbe gestalten und ebenfalls auf die Seide übertragen. Während die fertig gestaltete Seide trocknet, wird die Folie gründlich gereinigt und abgetrocknet, denn so kann sie als Malunterlage und gleichzeitig Schutz für die Arbeitsfläche weiterverwendet werden.  

 

2. Das Muster ausmalen

Durch die Stoffmalfarbe ist auf der Seide ein Muster entstanden, das sich aus mehreren kleinen Feldern zusammensetzt. Diese Felder werden nun mit Seidenmalfarben ausgemalt. Die Stoffmalfarbe hat dabei eine ähnliche Funktion wie Gutta, grenzt die Flächen also voneinander ab.

Allerdings sind die Begrenzungslinien in den meisten Fällen nicht allen Stellen tatsächlich komplett durchgehend und auch an Stellen, wo die Linien nur sehr dünn sind, können die Seidenmalfarben ineinander verlaufen. Farbverläufe sollten beim Gestalten des Musters also mit einkalkuliert werden, sorgen aber für eine insgesamt schönere und lebendigere Optik.

Die Seidenmalfarben werden wie gewohnt mit dem Pinsel aufgetragen. Ist das gesamte Muster ausgemalt, muss die Seide erneut trocknen.  

 

3. Die Farben fixieren

Nun müssen die Farben auf der Krawatte oder dem Tuch nur noch fixiert werden. Dies erfolgt mithilfe des Bügeleisens, wobei durch das Bügeln nicht nur die Farben fixiert, sondern gleichzeitig auch kleine Fältchen und Knicke, die beim Bearbeiten der Seide entstanden sein, beseitigt werden.

Bei welcher Temperatur und wie lange die Seide für die Farbfixierung gebügelt werden muss, hängt von den verwendeten Farben ab. Die genauen Angaben hierzu stehen aber auf der Verpackung der Farben, außerdem finden sich hier meist auch Hinweise für die spätere Pflege. 

 

Weiterführende Anleitungen und Tipps für
Seidenstoffe und Seidenmalerei:

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