Anleitung – Wabenkugel aus Seidenpapier

Anleitung: Wabenkugel aus Seidenpapier

 

Die meisten dürften Wabenkugeln schon einmal irgendwo gesehen haben, beispielsweise in der Deko- oder Möbelabteilung von Kaufhäusern, in Zeitschriften mit Einrichtungstipps oder als chice Deko in Wohnräumen, Büros oder Gaststätten. Große Kugeln hängen dann an der Decke oder werden auf dem Boden platziert, kleine Kugeln zieren die Fensterbank, Blumentöpfe oder den Tisch.

Wer Spaß am Basteln hat und ein wenig Geduld mitbringt, kann sich solche Wabenkugeln recht einfach auch selbst anfertigen. Wie es geht, erklärt die folgende Anleitung. Vor allem das Verkleben der einzelnen Lagen nimmt zwar zugegebenermaßen etwas Zeit in Anspruch, klingt in der Theorie aber viel komplizierter als es tatsächlich ist. Als Material für die Wabenkugeln ist Seidenpapier eine hervorragende Wahl.   

 

Ein paar Worte zu Seidenpapier vorab

Seidenpapier ist ein dünnes, flexibles und geschmeidiges Papier. Mit einem Flächengewicht zwischen 20 bis 30 Gramm pro Quadratmeter ist Seidenpapier sehr leicht. Da Seidenpapier häufig verwendet wird, um darin Gegenstände einzuwickeln und Verpackungen auszupolstern, wird es auch Einschlagpapier oder Packseide genannt.

Solches Seidenpapier ist recht häufig grau. Im Bastelbedarf und Schreibwarenhandel ist Seidenpapier aber auch in vielen verschiedenen bunten Farben und auch mit aufgedruckten Mustern erhältlich. Dadurch eignet sich dieses Seidenpapier dann hervorragend als edles Geschenkpapier oder zum Basteln.

Bei Bastelarbeiten wiederum wird Seidenpapier typischerweise für Fensterbilder, Lampions und Laternen verwendet, denn durch die geringe Dicke schimmert das Licht durch das Papier hindurch. Außerdem werden gerne die sogenannten Knüddelbilder hergestellt. Dafür wird das Seidenpapier in Stücke gerissen und zu kleinen Kügelchen geformt. Die Papierbällchen werden dann auf den Malgrund aufgeklebt, um so die Flächen auszufüllen. Erhältlich ist Seidenpapier in Blättern, in Bögen, als Rolle und als Bastelpackung, die dann meist Papiere in mehreren Farben enthält.

 

Eine Wabenkugel aus Seidenpapier – das wird benötigt

  • ·         Seidenpapier
  • ·         1 Blatt Kopierpapier im Format DIN A4
  • ·         1 Stück Tonpapier, farblich passend
  • ·         Klebestift und doppelseitiges Klebeband
  • ·         Schere
  • ·         Stifte und Lineal
  • ·         Nadel und Garn
  • ·         Zirkel oder ein runder Gegenstand als Schablone

 

Eine Wabenkugel aus Seidenpapier – so wird’s gemacht

In unserer Anleitung basteln wir die Wabenkugel aus 20 Blättern Seidenpapier. Bei sehr großen Kugeln sollte die Anzahl aber erhöht werden. Wer keine einfarbigen Wabenkugeln anfertigen möchte, kann Seidenpapier in mehreren Farben verwenden.

Dabei sollten dann jeweils mindestens zwei Blätter in einer Farbe, die nächsten beiden Blätter in einer anderen Farbe und immer so weiter aufeinandergelegt werden. Wird mit zwei Farben gearbeitet, entsteht auf diese Weise ein Streifenmuster, bei mehreren Farben wird die Kugel bunt. Hier nun aber die Anleitung Schritt für Schritt.

 

1. Schritt: eine Schablone für die Klebelinien anfertigen

Damit später eine Wabenstruktur entsteht, müssen die Blätter aus Seidenpapier miteinander verklebt werden. Dies wiederum erfolgt mithilfe von Klebelinien, die jeweils versetzt zueinander verlaufen. Um nicht auf jedem Seidenpapierblatt die entsprechenden Positionen einzeln ausmessen und markieren zu müssen, bietet es sich an, eine Schablone anzufertigen. Für diese Schablone wird ein einfaches Blatt Papier im Format DIN A4 verwendet.

Auf dem Papier werden dann Linien gekennzeichnet. Je enger die Linien beieinander liegen und je mehr Blätter verwendet werden, desto kleiner werden später die Waben. Bei einer Kugel aus 20 Blättern und mit einem Durchmesser von 20cm sieht es sehr schön aus, wenn die Linien mit jeweils 3 oder 4cm Abstand zueinander aufgezeichnet werden.

Sind alle Linien gezogen, sollten sie noch einmal markiert werden, um später nicht durcheinanderzukommen. In unserer Anleitung markieren wir die Linien einmal in rot und einmal in grün, aber natürlich ist auch jede andere Markierung möglich. Wichtig ist nur, dass jeweils die 1., die 3., die 5. sowie die 2., die 4., die 6. Linie und so weiter gleich gekennzeichnet sind.

 

2. Schritt: die Seidenpapierblätter aufeinander kleben

Seidenpapier wird meist in größeren Bögen verkauft. Deshalb werden die Bögen nun zunächst so zerschnitten, dass 20 gleichgroße Blätter Seidenpapier vorhanden sind. Dann wird das erste Blatt Seidenpapier genommen. An dieses Blatt wird die Schablone angelegt. Anschließend werden mit dem Klebestift dort Klebelinien gezogen, wo auf der Schablone die rot markierten Linien verlaufen.

Dann wird das zweite Blatt Seidenpapier genommen, passgenau auf das erste Seidenpapierblatt gelegt und glattgestrichen. Auf dem zweiten Blatt werden nun wieder Klebelinien gezogen, dieses Mal werden aber die grünen Hilfslinien übertragen. Dann wird wieder ein Blatt Seidenpapier genommen, aufgelegt und glattgestrichen.

Auf dem dritten Blatt werden dann wieder die roten Hilfslinien nachgezogen, auf dem vierten Blatt erneut die grünen Hilfslinien. So geht es immer abwechselnd weiter, bis alle 20 Blätter Seidenpapier miteinander verklebt sind.

Anleitung Wabenkugel

 

3. Schritt: das Seidenpapier zuschneiden und vernähen

Wenn das Seidenpapier miteinander verklebt ist, ist der schwierigste und aufwändigste Teil geschafft. Nun erhält der Papierstapel seine runde Form. Dazu wird mit einem Zirkel oder mithilfe einer Schablone wie beispielsweise einem Teller oder einem Topfdeckel ein Kreis aufgezeichnet. Dieser Kreis wird dann sorgfältig ausgeschnitten.

Der Kreis wird nun noch mit Garn fixiert. Dafür wird ein langes Stück Garn auf eine Nadel aufgefädelt. Das Garn muss so lang sein, dass es zum Zusammennähen und später zum Aufhängen der Wabenkugel reicht. Der Seidenpapierkreis wird jetzt um ein Viertel gedreht, einmal in der Mitte zusammengeklappt und dann wieder auseinandergeklappt.

Die Vierteldrehung ist sehr wichtig, denn die entstandene Knickkante muss unbedingt im rechten Winkel zu den Klebelinien verlaufen. In dieser Knickkante werden die Seidenpapierblätter nun mit ein paar einfachen Stichen fixiert. Dann wird die Hälfte über der Nahtkante mit Klebstoff eingestrichen, die untere Hälfte des Kreises nach oben geklappt und fest angedrückt. Damit ist nun ein Halbkreis mit der Nahtlinie als Unterkante vorhanden.

 

4. Schritt: Tonpapierhalbkreise aufkleben und die Kugel fertig stellen

Um die Kugel zu stabilisieren, wird nun aus dem Tonpapier ein Kreis ausgeschnitten. Dieser Kreis sollte ein bisschen kleiner sein als die Seidenpapierkreise. Der Kreis aus Tonpapier wird dann in zwei Hälften geteilt. Aus jedem Halbkreis wird außerdem noch ein kleiner Halbkreis in der Mitte herausgeschnitten. Anschließend werden ein Halbkreis auf die Vorderseite und der zweite Tonpapierhalbkreis auf die Rückseite des Seidenpapierhalbkreises geklebt.

Damit die Kugel sicher zusammenhält, wird nun auf einer Seite doppelseitiges Klebeband auf das Tonpapier aufgebracht. Dann wird die Schutzfolie von dem Klebeband abgezogen und das Seidenpapier vorsichtig so weit geöffnet, bis die beiden Tonpapierhalbkreise genau übereinander liegen und aneinander festkleben. Damit ist die Wabenkugel fertig.

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