6 Tipps bei der Auswahl von Seidenbettdecken

6 Tipps bei der Auswahl von Seidenbettdecken 

Bettdecken aus Seide sind wunderbar leicht und schmiegen sich sanft an den Körper an. Sie zeichnen sich durch ihre hohe Hautverträglichkeit aus, regulieren die Temperatur auf natürliche Art und können viel Feuchtigkeit aufnehmen. Für Allergiker, Menschen mit empfindlicher Haut und diejenigen, die nachts zum Schwitzen neigen, sind Seidenbettdecken somit eine prima Wahl.

Allerdings ist die Auswahl an seidenen Bettecken riesig. Und die edlen Bettwaren unterscheiden sich nicht nur in der Ausführung und der Qualität, sondern auch im Hinblick auf die Preise. Worauf gilt es also zu achten?

 

Hier sind sechs Tipps bei der Auswahl von Seidenbettecken!:

 

Tipp 1: die Füllung

Die Füllung eines Seidendeckbettes kann entweder aus Maulbeerseide oder aus Tussah-Seide bestehen. Tussah-Seide ist Wildseide mit einer gelb-bräunlichen Färbung. Sie ist unregelmäßiger, grober und etwas rauer als Maulbeerseide, dafür aber auch robuster. Wildseide ist zwar ein Naturprodukt, allerdings nicht ganz so edel und luxuriös wie Maulbeerseide. Aus diesem Grund sind Seidenbettdecken, die mit Wildseide gefüllt sind, etwas kostengünstiger als Bettdecken mit einer Maulbeerseidenfüllung.

Maulbeerseide wird aus gezüchteten Seidenraupen gewonnen. Sie ist fein, sehr weich, naturweiß und weist alle positiven Eigenschaften der Seide auf. Für Füllungen von Seidenbettdecken wird Maulbeerseide in verschiedenen Qualitäten verwendet. Die kostengünstigste Version sind Kurzfasern und Seidenreste.

Minderwertige Deckbettenfüllungen bestehen sogar nur zum Teil aus Seide, während es sich beim Rest um kostengünstige Fasern anderer Stoffe handelt. Hochwertiger sind Langfasern von maschinenextrahierter Seide. Hierfür wird die Seide gewaschen, gebleicht, unter Zusatz von Chemikalien flauschiger gemacht und mithilfe von Maschinen zu langen Seidenfäden gezogen. Die hochwertigste Variante ist handgezogene Maulbeerseide.

Auch hier wird die Maulbeerseide gewaschen und durch Ziehen gestreckt. Allerdings werden im Fertigungsprozess keine Bleichmittel, Weichmacher oder anderen Zusätze verwendet und das Ziehen der Seidenfäden erfolgt von Hand. Für eine Deckenfüllung werden die langen Seidenfasern dann in mehreren Schichten übereinandergelegt. Da zwischen den einzelnen Schichten Luft eingeschlossen ist, sind die Bettdecken leicht, weich und elastisch. Der hohe Komfort, die lange Haltbarkeit und die gute Qualität machen sich jedoch auch im Preis bemerkbar.

 

Tipp 2: das Füllgewicht

Seidendeckbetten sind insgesamt vergleichsweise leicht. So bringt die Füllung einer Sommerbettdecke weniger als 200 Gramm pro Quadratmeter auf die Waage, während eine warme Winterbettdecke oft kaum mehr als 500 Gramm pro Quadratmeter wiegt. Wichtig beim Vergleich mehrerer Seidenbettdecken ist aber, tatsächlich auf das Füllgewicht zu achten.

Denn bei einer leichten Seidenbettdecke kann der Bezugsstoff einen großen Anteil des Gesamtgewichts ausmachen. Bei hochwertigen Seidenbettdecken namhafter Hersteller wird in aller Regel nur das Gewicht der Seidenfüllung angegeben, das Gesamtgewicht der Bettdecke wird nicht genannt. Bei kostengünstigen No-Name-Produkten hingegen kann es durchaus sein, dass in der Produktbeschreibung das Gesamtgewicht auftaucht.

 

Tipp 3: die Absteppung

Wenn eine Seidenbettdecke mit kurzen Seidenfäden oder maschinell verarbeiteter Seite gefüllt ist, sind Absteppungen notwendig. Die Steppnähte modellieren die Lauffläche und sorgen dafür, dass die Füllung nicht verrutschen kann. Die Art und die Ausführung der Absteppung hat aber gleichzeitig auch einen großen Einfluss darauf, wie weich und anschmiegsam das Seidendeckbett ist. Wichtig ist deshalb, zu prüfen, ob die Bettdecke trotz der Steppnähte angenehm fällt und alle Bewegungen flexibel mitmacht.

Seidendeckbetten, die mit langen Seidenfäden und handverarbeiteter Seide gefüllt sind, haben keine Absteppungen. Hier verlaufen die Seidenfäden immer über die gesamte Breite der Bettdecke. Deshalb reicht es aus, die Seidenfäden nur an den Seitenrändern anzuheften. Zusätzliche Steppnähte auf der Fläche, die ein Verrutschen der Füllung verhindern, sind nicht notwendig. Insofern ist es gleichzeitig ein Merkmal von hochwertiger Qualität, wenn eine Seidenbettdecke keine Absteppungen hat.

 

Tipp 4: der Bezugsstoff

Die Füllung eines Seidendeckbetts ist im Normalfall vergleichweise dünn. Wie sich das Deckbett beim Schlafen anfühlt, hängt deshalb auch vom Bezugsstoff ab. Grundsätzlich sollte der Bezug weich, anschmiegsam und atmungsaktiv sein. Als kostengünstige Variante empfiehlt sich ein Bezug aus Baumwolle mit einer Fadenzahl von mehr als 250 TC. Auch ein zarter Baumwoll-Batist oder ein weiches Seiden-Satin eignen sich sehr gut.

Besteht der Bezugsstoff ebenfalls aus Seide, sollte die Gewebestärke aber bei mindestens 20 Momme liegen. Bei dünneren Seidenstoffen könnte nämlich die Haltbarkeit eingeschränkt sein. Bei Menschen, die stark schwitzen, wäre auch ein Bezugsstoff aus Tencel-Lyocell eine gute Wahl. Dieser Stoff reguliert die Temperatur und die Feuchtigkeit. Allerdings sind Seidenbettdecken mit einem solchen Bezug sehr teuer.

 

Tipp 5: der Wärmegrad

Seidenbettdecken sind als leichte Sommerdecken und als warme Winterdecken erhältlich. Außerdem gibt es Seidenbettdecken als Kombidecken. Sie bestehen im Prinzip aus zwei Bettdecken, die miteinander verbunden und dadurch das ganze Jahr über genutzt werden können. Wie warm eine Seidenbettdecke ist, wird meist mithilfe einer Skala von 1 bis 5 angegeben:

·         1 steht für eine sehr leichte und dünne Sommerdecke mit geringerem Wärmevermögen.

·         2 bezeichnet Sommerdecken, die dem normalen, durchschnittlichen Wärmebedarf gerecht werden.

·         3 wird für Bettdecken werden, die als Übergangsdecken oder als Ganzjahresdecken, dann oft mit einer Sommer- und einer Winterseite, konzipiert sind.

·         4 kennzeichnet Winterbettdecken für Menschen mit normalem, durchschnittlichem Wärmebedarf.

·         5 steht für extrawarme Winterdecken.

Feste, verbindliche Kriterien gibt es aber nicht. Stattdessen ordnen die Hersteller ihre Bettdecken nach eigener Einschätzung in die jeweiligen Kategorien ein. Gleichzeitig weichen die Bezeichnungen mitunter voneinander ab. So sprechen einige Hersteller beispielsweise von Wärmegraden und andere Hersteller von Wärmepunkten. Ratsam ist deshalb, zu prüfen, wie der jeweilige Hersteller das Wärmevermögen definiert. 

 

Tipp 6: die Waschbarkeit

Mitunter kann es notwendig oder gewünscht sein, eine Bettdecke durchzuwaschen. Insofern kann die Waschbarkeit durchaus ein wichtiges Auswahlkriterium sein. Grundsätzlich verträgt Seide Wasser problemlos. Trotzdem können die Wascheigenschaften sehr unterschiedlich ausfallen. Die meisten Deckbetten aus Seide können bei 30 oder 40 Grad Celsius in der Waschmaschine gewaschen werden.

Teilweise sind die Seidenbettdecken sogar bei 60 Grad Celsius waschbar, andere Deckbetten wiederum müssen in die Reinigung gegeben werden. Maßgeblich ist immer, was auf dem Pflegeetikett steht. Bei Seidenbettdecken, die waschbar sind, gilt zudem, dass sie nur mit einem Seidenwaschmittel und im Woll- oder Schonwaschgang gewaschen werden sollten.

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